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Taucher machen „Brissago“ wieder flott

Hameln/Rühle / Schiff Taucher machen „Brissago“ wieder flott

Die „Brissago“ hatte 35 Passagiere und 30 Hunde an Bord, war am Sonnabendvormittag unterwegs von Bodenwerder nach Rühle, als es plötzlich in Höhe des Campingplatzes „Rühler Schweiz“ einen „kräftigen Schlag“ gab und das Steuerrad zu vibrieren anfing.

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„Vorsichtiger Optimismus“ in Sachen Altlast

THW-Bergungstaucher Alexander Meyer taucht auf. Er hat einen Teil des Gewebesacks von der Schraube entfernt.

Quelle: ube

Hameln/Rühle. Das mehr als 50 Tonnen schwere Fahrgastschiff ließ sich kaum noch manövrieren. „Mit Ach und Krach haben wir es noch bis zum Anleger der ,Flotte Weser‘ geschafft“, erzählt Schiffsführerin Roswita Warnecke, Chefin der „Weser-Personenschifffahrt Hameln“, die selbst mit an Bord war. Die Unwucht sei dermaßen groß gewesen, dass das Steuerrad auf den letzten 500 Metern von zwei Leuten gehalten werden musste, berichtet die Hamelnerin. Sie habe ihrem Schiffsführer Carolus Wetter zu Hilfe eilen müssen.

 Zunächst wurde ein Anker geworfen. Weil die Ursache der „Havarie“ unklar war, entschieden sich Wetter und Warnecke dafür, den nächsten Schwimmanleger anzusteuern. Die über Funk um Genehmigung gebetene „Flotte Weser“ habe das Manöver gestattet, sagt die Schiffseignerin.

 Die Ausflügler konnten sicher an Land gehen und machten sich auf, zu Fuß zurück nach Bodenwerder zu marschieren. Eine erste Inspektion ergab, dass sich irgendetwas in der Schraube verfangen hatte. Ein weißes Etwas bewegte sich am Heck unterhalb der Wasseroberfläche in der Strömung. „Wir dachten, es sei eine Bauplane“, sagt die Kapitänin. Roswita Warnecke forderte um 11.30 Uhr technische Hilfe an.

 Wenig später rückten in Klein Berkel Bergungstaucher des Technischen Hilfswerks Hameln ab. Mit ihrem zwölf Tonnen schweren Gerätewagen trafen die Spezialisten wenig später am Weserufer ein. Das Schiff wurde zusätzlich an einem Baum vertäut, dann stieg THW-Taucher Alexander Meyer in die kühlen Fluten. Eine Stunde lang war der Hamelner damit beschäftigt, einen großen Sack (es handelt sich um einen sogenannten Big Bag), der von der Schraube um die Welle gewickelt worden war, mit einem scharfen Messer zu entfernen.

 Am frühen Nachmittag konnte Roswita Warnecke aufatmen. Die Unterwasser-Mission war geglückt, die „Brissago“ wieder fahrbereit. Den Helfern des THW sei es zu verdanken, dass keine Ausflugsfahrt abgesagt werden musste, sagte die Schiffseignerin. ube

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