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Temposündern drohen teure Schnappschüsse

Ortsdurchfahrt Gelldorf Temposündern drohen teure Schnappschüsse

Autofahrer, die auf der B65 im Bereich Gelldorf unterwegs sind, müssen künftig aufpassen, sonst passiert’s: Ein gelb-oranger Blitz wie aus dem Nichts, und drei bis vier Wochen später flattert dem Temposünder unversehens ein Schreiben der Bußgeldstelle des Landkreises ins Haus.

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An der Ortsdurchfahrt Gelldorf stehen zwei neue Blitzer, die in Kürze scharf gestellt werden. Temposündern drohen teure Schnappschüsse.

Quelle: tbh

Landkreis. Zwei neue stationäre Blitzgeräte überwachen ab Anfang November die Geschwindigkeit in der Ortsdurchfahrt Gelldorf. Die zusammen 55.000 Euro teuren Starenkästen stehen vor den Häusern 24/26 und 43/45 und sind mit einer weiß-rot-weißen Warnschraffur kenntlich gemacht.

Die Entscheidung, an der Ortsdurchfahrt Gelldorf Temposünder durch Geldstrafen zu disziplinieren, gehen nach Angaben des Ersten Kreisrates Klaus Heimann auf die Empfehlung der Verkehrsunfallkommission des Landkreises zurück. Daher hatte die Landesverkehrsbehörde das Aufstellen von zwei Starenkästen genehmigt.

Bei den jüngsten Kontrollen im September hätte die Polizei innerhalb von zwei Tagen 163 Verstöße festgestellt, berichtet Heimann. „Die meisten Geschwindigkeitsüberschreitungen lagen im Bereich 70 bis 92 Stundenkilometer, der Spitzenreiter war mit 128 km/h unterwegs.“ 22 Autofahrer mussten ihren Führerschein gleich abgeben, weil sie mindestens 31 Stundenkilometer zu schnell fuhren.

Erst am 5. Juni war es im Bereich Gelldorf an einer Einmündung auf die B65 zu einem Verkehrsunfall mit zwei Schwerverletzten gekommen. Nach Angaben der Polizei Bückeburg deuteten „aussagekräftige Spuren“ daraufhin, dass das Fahrzeug, das auf der Hauptstraße unterwegs war, erheblich zu schnell gewesen sein könnte. Es war erst 50 Meter hinter der Unfallstelle zum Stehen gekommen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Die neuen Blitzer sollen aber nicht nur ein Beitrag zu mehr Sicherheit im Bereich Gelldorf sein, sondern auch helfen, den Verkehrslärm zu reduzieren. Eben das gilt als eines der Ziele des Aktionsplanes zum Lärmschutz, dem sich Obernkirchen verschrieben hat.

Die Zahl der stationären Blitzer an der B65 hat sich durch die beiden Gelldorfer Radarfallen allerdings nicht erhöht: Es sind nach wie vor 19, von denen sechs am Schaumburger Teil der Bundesstraße stehen. Denn: Durch den 2+1-Ausbau der Trasse im Bereich Vornhagen-Kobbensen sind die beiden Lohhof-Blitzer abmontiert worden.

Nach Angaben von Kreissprecher Heimann machen die Geschwindigkeitskontrollen in diesem Bereich keinen Sinn mehr, da im Zuge der Bauarbeiten die Geschwindigkeit auf der Strecke zwischen Bad Nenndorf und Stadthagen durchgängig reduziert worden sei. Hinzu komme, dass in Kürze der Abriss des Radweges an der B65 in Angriff genommen werde. Dabei müsse auch die Elektronik der Blitzer gekappt werden, informiert Rüdiger Bleibaum von der Landesverkehrsbehörde in Hameln.

Nicht erhöht hat sich mit den beiden Gelldorfer Blitzern auch die Zahl der Kameras, über die der Landkreis verfügt und die die Bußgeldstelle in geheim gehaltenen Intervallen zwischen den Gehäusen wechseln lässt. Es sind nach wie vor – nur – drei.

Aber: Anders als früher lassen sich die Gehäuse mit echten Kameras seit Kurzem nicht mehr ausmachen. Denn die Gehäuse sind mit täuschend echt aussehenden Kamera-Attrappen ausgestattet, die wie die „scharfen“ Exemplare in der unteren Aussparung des Kastens eine orange Glasscheibe und in der oberen ein rechteckiges graues Kameragehäuse zeigen. tw/ber

2+1-Ausbau liegt im Zeitplan

  • Der 2+1-Ausbau der B 65 zwischen Vornhagen und Kobbensen liegt laut zuständiger Landesverkehrsbehörde im Zeitplan. Derzeit sei die beauftragte Baufirma Strabag mit Erdarbeiten für die insgesamt 14 Meter breite Trasse beschäftigt. Bis zum Winter soll zudem die aus einem Kies-Sand-Gemisch bestehende Frostschutzschicht aufgetragen werden.
  • Im Frühjahr 2016 kommt es dann zu größeren Einschränkungen für Kraftfahrer: Die B 65 muss wegen Brückenarbeiten im Bereich Vornhagen für zehn bis zwölf Wochen gesperrt werden. Der Verkehr Richtung Stadthagen wird über die derzeit im Bau befindliche Stichstraße umgeleitet, die kurz vorm Vornhäger Krug von der B 65 auf die Kreisstraße 29 führt. Über die K 29 gelangen die Autofahrer zurück auf die B 65 und weiter nach Stadthagen. In Richtung Bad Nenndorf wird der Verkehr an der Kreuzung Vornhäger Krug über Blyinghausen und Reinsen zurück auf die B 65 bei Kobbensen geleitet.
  • Ebenfalls im Frühjahr beginnt der Bau des neuen Radweges, der entlang der B 65 vom Vornhäger Krug bis zur Gemeindestraße Rietfeld führen wird.
  • Nach den Sommerferien 2016 soll der Verkehr erstmals über die neue Bundesstraße rollen. Allerdings zunächst noch als Baustellenverkehr mit Tempo 50, da noch Markierungsarbeiten und das Aufstellen von Schutzplanken notwendig sind.
  • Die alte B 65-Trasse wird ab Sommer 2016 auf 4,75 Meter Breite zurückgebaut. Die Straße dient dann vor allem für den landwirtschaftlichen Verkehr als Verbindungsweg zwischen Vornhagen und Kobbensen und sorgt für die Anbindung der Ortschaft Lohhof.
  • Im Mai 2017 soll der Bauabschnitt komplett fertig gestellt sein. Allerdings muss die Straße an mindestens drei Wochenenden, verteilt über das ganze Jahr, für Brückenarbeiten beim Lohhof voll gesperrt werden. ber
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