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Tennet: Alternativtrasse für Südlink ist schlechter

Gutachten Tennet: Alternativtrasse für Südlink ist schlechter

Die vom Land Thüringen vorgeschlagene Alternativ-Trasse für die Stromleitung Südlink, die auch durch Schaumburg führen würde, ist gutachterlich als schlechter geeignet bezeichnet worden als der sehr viel weiter östlich verlaufende Vorschlag des Netzbetreibers Tennet.

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LANDKREIS. Das hat der hiesige CDU-Bundestagsabgeordnete Maik Beermann mitgeteilt.

Nachdem der Vorschlag Thüringens auf dem Tisch lag, hatte die Bundesnetzagentur dem Unternehmen Tennet den Auftrag gegeben, diese Alternative mit den eigenen Vorschlägen zu vergleichen. Dieses Gutachten wurde jetzt fertiggestellt und der Bundesnetzagentur übergeben. Diese hat laut Beermann festgestellt, dass das Gutachten den Anforderungen des Prüfauftrags entspricht und alle fachlichen Kriterien einhält.

Nicht geeignet für Erdkabel-Verbindung

Tennet kommt in dem Gutachten nach Darstellung von Beermann zu dem Schluss, dass sich die entsprechenden Räume, die durch das Land Thüringen vorgeschlagen wurden, als vergleichsweise nicht geeignet für eine Erdkabel-Verbindung herausgestellt haben. Die bisher von Tennet vorgeschlagenen Erdkabelkorridore weisen demnach im Vergleich zur Alternative aus Thüringen eine bessere Eignung auf.

„Der Vorschlag Thüringens erreicht bei der Prüfung 70 Konfliktstellen, der bisherige Antrag von Tennet hingegen mit 41 Konfliktstellen wesentlich weniger“, erläutert Beermann. Drei der 70 Konfliktstellen würden zudem als sogenannte „rote Riegel“ gelten, also als besonders konfliktbehaftete Gebiet, die nicht einmal durch eine Erdverkabelung gelöst werden könnten. Der bisherige Antrag von Tennet habe keinen solchen Riegel.

Eine Alternative?

Die Bundesnetzagentur wird die Ergebnisse des Gutachtens nun bewerten und entscheiden, ob das vom Freistaat Thüringen vorgeschlagene alternative Erdkabelkorridornetz für die anstehende Unterlagenerstellung gemäß des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes berücksichtigt oder von der weiteren Betrachtung ausgeschlossen werden soll.

Der neue Zwischenstand ist nach Einschätzung von Beermann „eine gute Nachricht für Nienburg und das Schaumburger Land“. Die Bemühungen aller Beteiligten vom Runden Tisch Südlink und die zahlreichen Einsendungen und Stellungnahmen im ersten Abwägungsprozess „sind durch die Initiative aus Thüringen nicht untergraben und haben durch das Gutachten nochmal die Bestätigung ihrer sachlichen Korrektheit erfahren“, so Beermann. Der Abgeordnete fügt hinzu: „Ich werde weiterhin am Thema dran bleiben und stehe im Kontakt mit Tennet, um die neuesten Entwicklungen zeitnah mitzunehmen und rechtzeitig zu informieren.“ ssr

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