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Tennet stellt sich Schaumburger Fragen

Infoabend zum Thema "Südlink" Tennet stellt sich Schaumburger Fragen

600 Schaumburger sind Dienstagabend in das Lauenauer Sägewerk geströmt. Getrieben wurden sie von der Sorge um die Gesundheit durch eine überirdische Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Leitung (HGÜ), die den Landkreis durchziehen soll, dem Wunsch nach alternativer Erdverkabelung und einem gespannten Interesse, wie Vertreter des Stromnetzbetreibers Tennet die Führung der geplanten Stromtrasse „Südlink“ rechtfertigen würden.

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Landkreis.  „Fragen stellen, Befürchtungen und Ängste äußern.“ Dazu lud Landrat Jörg Farr die Zuhörer ein. Zwei Stunden nutzen jene das Angebot, nachdem sie geduldig die Ausführungen von Marius Strecker und Andrea Thiel gehört hatten. Die Vertreter des Übertragungsnetzbetreibers Tennet erläuterten, unter welchen Kriterien bestimmte Trassenführungen einer Stromleitung vom Norden in den Süden Deutschlands in die engere Wahl kamen. Unter anderem seien dichte Besiedlung und Landschaftsschutz Ausschlussgründe in einer Raumwiderstandsanalyse, die eine Trassenverlauf in einer bestimmten Region verbieten oder abändern.

Tennet hat im Dezember 2014 bei der Bundesnetzagentur eine Trassenführung zwischen Wilster im Norden und Grafenrheinfeld im Süden, beantragt – eine von vier möglichen Streckenvarianten. Der sogenannte Korridor „Mitte/West“ führt durch den Landkreis Schaumburg. Strecker und Thiel betonten jedoch immer wieder, dass die Planung einer künftigen Trasse noch in einem sehr frühen Stadium und der Verlauf längst nicht endgültig sei. Dass noch viele weitere Trassenalternativen auf den Tisch kommen werden, davon zeigte sich auch Landrat Farr überzeugt. Die Zuhörer blieben dennoch beunruhigt, wird doch „Mitte/West“ als Vorzugskorridor bezeichnet. Besonders brisant in der Diskussion unter der Leitung von Moderator Guido Scholl war die Frage nach einer vollständigen Erdverkabelung, die Strommasten und Überlandleitungen unnötig machen würde.

Nicht hohe Kosten oder technische Aspekte führte Strecker gegen eine Vollverkabelung an sondern schlicht die Tatsache, dass dazu die gesetzliche Grundlage fehle. Um dies zu ändern, treffen sich laut Farr im Februar Vertreter betroffener Landkreise zu einer „Kabelkonferenz“.

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