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Aus dem Landkreis Tiertrainerin für einen Tag
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Tiertrainerin für einen Tag
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00:33 30.08.2014
Auf Tuchfühlung: Nach dem Showauftritt dürfen die Nasenbären ausgiebig gefüttert und geknuddelt werden (großes Bild). Auch mit den anderen Tieren wie mit Papagei Luca sowie den beiden Gürteltieren Wilma und Fred macht der Sommerglück-Gewinnerin Petra Kettner sichtlich Spaß. Quelle: mab
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Stadthagen/Hannover

Dabei ist die SN-Sommerglück-Gewinnerin als gebürtige Hannoveranerin mit dem Zoo aufgewachsen, wie sie erzählt. Ihr Gewinn, der für sie einen Tag mit einem exklusiven Blick hinter die Kulissen bereithalten sollte, kam für die Tierliebhaberin deshalb gerade recht.

 Der Weg führte Kettner, die in Hespe lebt, zunächst zu den kleinsten Bewohnern des Zoos – zum sogenannten Kribbelcar. Tierpfleger zeigten der Gewinnerin, wie Schaben, Kröten, Heuschrecken, Tausendfüßer, Schlangen und Co. hausen. Zur Begrüßung drückte ein Pfleger der mutigen Kettner sogleich eine Kornnatter in die Hand. Die Hesperin zeigte sich fasziniert und stellte jede Menge Fragen zu den krabbelnden Tieren. „Haben Tausendfüßer wirklich tausend Füße?“, waren Punkte, auf welche die SN-Leserin an diesem Tag eine Antwort erhielt.

 Doch der hautnahe Kontakt zu den kleinsten Tieren sollte nicht der einzige Höhepunkt des Tages bleiben. Täglich treten viele von ihnen in den bekannten Tiershows in der Arena des Zoos auf, um ihr Können den Besuchern zu präsentieren. Nach ein paar Trockenübungen durfte Kettner dort vor einem großen Publikum zeigen, dass auch sie die beiden Gürteltiere Wilma und Fred kinderleicht unter Kontrolle halten kann. „Die Gürteltiere sind auf Füße trainiert und folgen überall dorthin, wo wir Trainer hingehen“, berichtete der Pfleger im Vorfeld. So folgten Wilma und Fred während der Show auch der Hesperin artig, die zur Belohnung fleißig die Lieblingsspeise der beiden verteilte: Mettbällchen.

 Nachdem Kettner die Show souverän gemeistert hatte, ging es weiter zum täglichen Training der Tiere. An diesem Tag war der Papagei Luca an der Reihe. Dieser sollte auf Zuruf aus einiger Entfernung auf Kettner zufliegen und in einem von ihr gehaltenen Reifen landen. Luca zeigte sich zunächst skeptisch, da die neue Tiertrainerin für ihn eine Unbekannte war. Doch mit viel Geduld – einer der wichtigsten Eigenschaften für Tiertrainer – meisterte Kettner schließlich auch diese Aufgabe.

 „Es hat wirklich viel Spaß gemacht“, resümierte die Gewinnerin am Ende ihres außergewöhnlichen Arbeitstages. „Jetzt möchte ich mir noch die Yukon Bay mit den Eisbären anschauen. Und als Katzenbesitzerin natürlich auch meine Lieblingstiere im Zoo begutachten, die Tiger“, sagte sie, bevor sie die Trainer verabschiedete und sich auf einen abschließenden Rundgang machte. mab

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