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Aus dem Landkreis Timo Maas für Grammy nominiert
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Timo Maas für Grammy nominiert
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00:17 10.12.2016
Bei einem Konzert in Düsseldorf trafen sich Timo Maas (rechts) und Paul McCartney persönlich. „Good job“, urteilte der Ex-Beatle über Maas’ Version des McCartney-Songs „Nineteen Hundred and Eighty Five“. Quelle: pr.
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Rinteln/Los Angeles

„Einfach geil“, so die erste Reaktion von Maas gegenüber unserer Zeitung. „Mit sowas kann man nicht rechnen und wir haben wirklich überhaupt nicht damit gerechnet.“ Dabei ist es nicht seine erste Grammy-Nominierung: Bereits 2004 wurde der heute in Deckbergen lebende Musiker zusammen mit Martin Buttrich für seinen Tori Amos Remix „Don´t make me come to Vegas“ nominiert. „Nach 13 Jahren bin ich wieder im Spiel. Das ist wirklich eine geile Geschichte.“

Ein paar Tage basteln mit James Teej

Eher zufällig hat der Schaumburger Musiker und Discjockey vor sieben Jahren die Originalspuren des Liedes in die Hände bekommen, sechs Jahre ruhten die ersten Bearbeitungsversuche in seinem Computer, ehe vor einem Jahr der kanadische DJ James Teej bei Maas im Rahmen einer Tournee übernachtete. Als Maas das Lied vorspielte und fragte, ob Teej nicht eine Idee hätte, wie der brillante Song heute klingen könnte, nahmen sich beide ein paar Tage lang die Originalspur vor. Am Ende stand eine sehr überzeugende Elektro-Version.

Maas und Teej sandten ihre Version an Paul McCartney. Und der Ex-Beatle hob den Daumen: Gut gemacht, das Lied kann so erscheinen. Es handelte es sich um das allererste Mal, dass McCartney die Original-Tonspur eines seiner Lieder für einen Elektro-Remix zur Verfügung gestellt hat. Und weil die Eingriffe so stark waren, wurde der Song von Maas und Teej nicht als Remix veröffentlicht, sondern als eigenständiger Song, ein nicht ganz unwesentlicher Unterschied.

Maas hatte übrigens auch Gelegenheit, McCartney zu treffen. Vor einem Konzert in Düsseldorf nahm sich der Ex-Beatle mehrere Minuten für ein Gespräch mit Maas Zeit. Er habe den Remix gelobt.

Höchste internationale Auszeichnung

Die Grammys werden am 12. Februar in 84 Kategorien von der National Academy of Recording Arts and Sciences verliehen. Erst dann werden die endgültigen Preisträger bekannt gegeben. US-Late-Night-Moderator James Cordon wird die 59. Auflage der Show im Staples Center in Los Angeles präsentieren. Der Grammy gilt als die höchste internationale Auszeichnung für Künstler und Aufnahmeteams und ist in seiner Bedeutung vergleichbar mit dem Oscar der Filmindustrie. In jeder Kategorie werden von einer Jury fünf Kandidaten nominiert. Einer davon ist dieses Jahr Maas.

Der bekannte Hannoveraner DJ Mousse T., der 1998 als erster Europäer für einen Grammy nominiert wurde, habe gesagt: „Hol das Ding für Niedersachsen!“ Da lässt sich nur ergänzen: „Hol das Ding für Schaumburg, Timo!“ rc/rnk/dpa/jak

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