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Überflüssige Parallelarbeit vermeiden

Stadthagen / Diakonie Überflüssige Parallelarbeit vermeiden

Nicht mehr wie früher auf sich allein gestellt, sondern als Teil eines starken Verbundes kann das Diakonische Werk der schaumburg-lippischen Landeskirche nach Auskunft von dessen Geschäftsführer Günter Hartung seit einiger Zeit agieren.

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Die Zentrale des Diakonischen Werkes an der Stadthäger Bahnhofstraße. © sk

Stadthagen (ssr). Vor genau einem Jahr ist dazu der Verein „Diakonie in Niedersachsen“ gegründet worden, in dem die Diakonischen Werke aller fünf evangelischen Kirchen des Landes eng zusammenarbeiten. Ausdrückliche Zielsetzung ist es laut Hartung, der dem Vorstand dieses Vereins angehört, „in drei bis fünf Jahren ein ,Diakonisches Werk in Niedersachsen‘ zu gründen“.

Das solle die Unabhängigkeit der Diakonischen Werke vor Ort und deren Verantwortung für die praktischen Arbeitsbereiche nicht aufheben, aber etliche übergeordnete Aufgaben zentralisieren und effektiver machen.

Hintergrund dieser Entwicklung ist es nach den Worten von Hartung, die Diakonischen Werke der Landeskirchen vor Ort von einem Teil der Verwaltungsaufgaben zu entlasten und überflüssige Parallelarbeit zu vermeiden. So könne beispielsweise das Personalwesen in einer zentralen Stabsstelle angesiedelt werden. Das eröffne die Chance, sich vor Ort noch stärker auf die inhaltliche Arbeit zu konzentrieren.

Eine weitere Hauptaufgabe der Vereinigung sei die Vertretung der Diakonie nach außen, etwa als Verhandlungspartner des Landes oder in der landesweiten Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände. „Wir haben gemerkt, dass es keinen Sinn macht, wenn wir etwa mit fünf Vertretern zu einer Konferenz der Landesregierung über das Ende des Zivildienstes fahren, da reicht auch einer, der von allen legitimiert ist.“

Zudem eröffne das Schaffen einer zentralen Stabsstelle eine bessere Abstimmung von Schwerpunkten der jeweiligen Diakonischen Werke vor Ort. Das betreffe freilich weniger das sehr kleine schaumburg-lippische Werk, das ohnehin kaum übergeordnete Abteilungen habe und daher von organisatorischen Veränderungen am wenigsten betroffen sein werde, andere größere Werke aber schon. „Nicht alle von denen müssen Referate zum Beispiel für Kitas oder für Altenhilfe haben, sondern da kann man sich gegenseitig ergänzen.“ Das kleine Werk in Schaumburg-Lippe werde von dieser Struktur profitieren, „weil der fachliche Input qualitativ besser wird und wir unsere Leistungsfähigkeit in der praktischen Arbeit weiter steigern können“, so Hartung.

Auf regionaler Ebene sei eine Projektgruppe zudem dabei, engere Kooperationsformen zwischen dem schaumburg-lippischen Werk und den örtlichen Werken der Kirchenkreise Grafschaft Schaumburg, Stolzenau-Nienburg und Wunstorf-Neustadt zu erarbeiten. „Kooperation statt Fusion“ sei dabei die Parole, schilderte Hartung. Ziel müsse es sein, trotz geringer werdender Kirchensteuermittel weiter möglichst uneingeschränkt dazu beizutragen, „dass die soziale Grundversorgung gerade in der ländlichen Fläche erhalten bleibt“, nannte der Geschäftsführer die Motivation für diese Bemühungen.

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