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Übung hat es in sich

Feuerwehren im Einsatz Übung hat es in sich

Direkt gegenüber vom „Minchen“ wird in den nächsten Wochen ein Mehrfamilienhaus abgerissen. Deshalb konnte sich die Feuerwehr dort am Mittwochabend mit einer aufwendigen Einsatzübung „austoben“.

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An dem vorm Abriss stehenden Haus konnten Feuerwehre Mittwochabend Menschenrettung üben.

Quelle: fh

Bückeburg. Um drei Menschen zu retten, baute ein Großaufgebot von Einsatzkräften aus dem ganzen Landkreis ein komplettes Fenster aus und öffnete die Dachhaut. „Wir sind sehr zufrieden“, lautete das Fazit Einsatzleiter Olaf Bielinski.

Gegen 17.30 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle zunächst die Feuerwehr Bückeburg-Stadt. „Mehrere Verletzte nach einer Verpuffung in einer Garage“, lautete der Einsatzbefehl. Erst vor Ort merkten die Brandschützer , dass es sich nur um eine Übung handelte. Die hatte es jedoch in sich: Durch eine Explosion bei Reparaturarbeiten an einem Auto war ein Mechaniker unter einem Auto eingeklemmt.

Ein zweiter, mit 210 Kilo Körpergewicht Schrauber habe seine Verletzungen im zweiten Stock behandeln wollen und kollabierte dabei. Ein Dachdecker, der gleichzeitig auf dem Giebel arbeitete, erschrak durch den Lärm, verletzte sich und hing hilflos auf dem Dach.

Weil die Drehleiter der Feuerwehr Bückeburg-Stadt derzeit zur Reparatur ist, alarmierte Einsatzleiter Bielinski erst die Feuerwehr Rinteln und kurze Zeit später die Höhenrettungs- und Absturzsicherungsgruppe Schaumburger Land, deren Mitglieder von den Feuerwehren aus Bückeburg, Rinteln und Rodenberg sowie dem Technischen Hilfswerk Rinteln anrücken mussten.

Die Feuerwehrleute hatten aber nicht nur mit der Rettung aus der Höhe zu kämpfen. Weil die Trage zum Bergen des adipösen Verletzten eine Überbreite hat, musste zunächst ein Fenster mitsamt Leibung aus der Hauswand ausgebaut werden. Zur Rettung des Dachdeckers mussten Ziegel entfernt und die Dachhaut geöffnet werden.

„Es war eine sehr nützliche Übung mit komplexen Problemen, die handwerklich gut gemeistert worden ist“, so Bielinski. Nur die Kommunikation unter den verschiedenen Einsatzgruppen könne künftig noch verbessert werden.

Chaotisch sei die Verkehrlage gewesen. Etliche Autofahrer ignorierten die Straßensperrung und setzten ihre Fahrt durch die Einsatzstelle fort. Erst die Polizei bekam die Lage in den Griff.  fh

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