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Umweltgruppe warnt vor Probebohrungen

Protest auf Stadthäger Marktplatz Umweltgruppe warnt vor Probebohrungen

Für Aufsehen gesorgt hat eine Protestaktion der „Umweltgruppe Wiedensahl“ auf dem Stadthäger Marktplatz.

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Mit einer simulierten Fracking-Bohrung erregen die Umwelt-Aktivisten auf dem Stadthäger Marktplatz reichlich Aufmerksamkeit.

Quelle: fwi

Landkreis/Stadthagen. Mit einem zehn Meter hohen Antennenturm simulierte die Gruppe symbolisch eine Fracking-Bohrung. Die Aktivisten forderten ein umfassendes Fracking-Verbot.
„Alarmiert“ zeigt sich die Umweltgruppe nach den Worten ihres Sprechers Meinhard Behrens von einer aktuellen Entscheidung des Bergamtes Hannover. Dieses habe jetzt dem Energiekonzern Exxon die Verlängerung einer Erlaubnis für Probebohrungen mit der Schiefergastechnologie in einem Gürtel zwischen Weser und Garbsen sowie Hameln und Nienburg erteilt.

„Damit ist es naheliegend, dass die Kreise Nienburg oder Schaumburg als Probestandort ausgewählt werden“, sagte Behrens. Exxon habe in der Vergangenheit bereits Fracking-Vorhaben in Neustadt a. R. und im Kreis Nienburg angekündigt sowie eine Erkundungsbohrung in Niedernwöhren durchgeführt. Die „Umweltgruppe Wiedensahl“ befürchtet laut Behrens, dass in Folge einer erfolgreichen Probebohrung rasch eine endgültige Fördererlaubnis erteilt würde. Die Umwelt-Aktivisten befürchten durch die Fracking-Technik vor allem eine erhebliche Verseuchung des Grundwassers.

Die Protestler informierten die Passanten auch über die für kommenden Freitag vorgesehene Verabschiedung eines Fracking-Gesetzes im Bundestag. „Besser kein Gesetz als dieses Gesetz“, verlieh die „Umweltgruppe Wiedensahl“ ihrer ablehnenden Überzeugung Ausdruck. „Mit dem Gesetz droht Niedersachsen zu einem Experimentierfeld zu werden wie schon beim Atommüll“, heißt es in einer Presseerklärung der Aktivisten. Die geplanten Regelungen fielen sogar noch hinter heutige niedersächsische Vorgaben zurück. So gelte künftig kein Mindestabstand der Bohrungen zum Grundwasser mehr. Die Rolle der Wasserbehörde werde geschwächt.

Besonders kritisch sieht die Gruppe nach den Worten von Behrens die beabsichtigten Probevorhaben: „Statt tatsächlicher Forschung wird hier lediglich den kommerziellen Interessen ein Wissenschafts-Feigenblatt vorgehalten.“ Die Ausgestaltung der Probevorhaben soll dem Gesetzentwurf nach weitestgehend in der Hand der Erdgasunternehmen liegen.
Nach Darstellung von Behrens war die Umweltgruppe beeindruckt vom Zuspruch der Passanten. Behrens dazu: „Die Reaktionen haben gezeigt, dass die Bevölkerung kein Fracking will.“ ssr

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