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SPD setzt im Kampf um die Mehrheit im Kreistag auf Konstanz Unbeirrt auf Kurs

Unbeirrt von den Debatten um den Zuzug von Geflüchteten und die Sicherheitslage in Deutschland angesichts der jüngsten Anschläge und Attentate setzt die SPD im Kampf um die Mehrheit im Kreistag ganz auf die eigenen Stärken.

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Symbolbild

Quelle: dpa

LANDKREIS. „Wir haben zuletzt viele Erfahrungen mit politpopulistischen Themen gemacht, die emotionalisiert, hochgezogen und skandalisiert wurden“, sagt der Schaumburger SPD-Vorsitzende Karsten Becker. „Wir haben uns für das Gegenteil entschieden.“

Einer Auseinandersetzung mit der rechtspopulistischen AfD, die erstmals mit eigenen Kandidaten zur Kommunalwahl am 11. September antritt (wir berichteten), sehen die Sozialdemokraten nach eigenen Angaben gelassen entgegen. „Die Schaumburger sind sehr kluge Menschen. Die Überlegen sich ihre Entscheidung sehr genau“, sagt Becker.

Vielmehr gelte es, die äußerst erfolgreiche und konstruktive Zusammenarbeit im Kreistag fortzusetzen. Dabei verweist Becker auf die jüngste Prognos-Studie, nach der Schaumburg im Ranking der Landkreise und kreisfreien Städte mittlerweile Platz 175 belegt – deutlich vor den Nachbarkreisen Nienburg, Hameln-Pyrmont und Lippe. Zum Vergleich: 2010 lag der Landkreis noch auf Rang 230.

Erfolgreiche Arbeit fortsetzen und weiter ausbauen

„Unser Ziel ist es, in der kommenden Legislaturperiode die Top 100 zu erreichen“, betont der SPD-Vorsitzende. Dabei gelte es, die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen und weiter auszubauen. Vor dem Hintergrund des Strukturwandels vor 15 Jahren, als in Schaumburg 3000 Industriearbeitsplätze verloren gingen, sei es umso bemerkenswerter, wie gut der Landkreis heute dastehe. „Wir haben nicht den Kopf in den Sand gesteckt, sondern durch gute Investitionen in Infrastruktur und Bildung den Strukturwandel erfolgreich bewältigt“, so Becker. Gleichzeitig sei es gelungen, die Sozialstruktur aufrechtzuerhalten und allen Menschen die Teilhabe am Aufschwung offen zu halten.

Vor allem in zwei Bereichen sehen die Sozialdemokraten dennoch Luft nach oben. „Beim Wohlstand der Einwohner stehen wir noch nicht so gut da. Das liegt daran, dass im Zuge des Strukturwandels viele Arbeitsplätze mit einem hohen Einkommen weggebrochen sind“, begründet Becker.

In Bezug auf die Demografie sei der Landkreis auch ein Opfer des eigenen Erfolges. „Mit einer Abiturientenquote von über 40 Prozent haben wir den höchsten Wert aller Landkreise in Niedersachsen. Das bedeutet aber auch, dass viele junge Menschen eine akademische Befähigung erlangen und uns für das Studium verlassen“, erklärt der SPD-Vorsitzende. Vor diesem Hintergrund gelte es, die bereits vorhandenen Möglichkeiten zur dualen Ausbildung weiter auszubauen, „um junge Menschen zu motivieren, sich hier weiter zu qualifizieren“.

Studentenwohnheime in Schaumburg

Der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Eckhardt Ilsemann, sieht auch in der Ansiedlung von Studentenwohnheimen eine Chance, Schaumburger Studenten zu einem Verbleib in ihrer Heimat zu bewegen. Dafür sei es enorm wichtig, die Infrastruktur weiter auszubauen. Sowohl schnelles Internet als auch eine günstige Bahnanbindung an die Metropolregion Hannover sind Ziele, die die SPD auf Kreisebene weiter vorantreiben will.

Festhalten wollen die Sozialdemokraten an der Wirtschaftsförderung und dem Technologietransfer des Landkreises, die aus Sicht der SPD dazu beigetragen, dass sich in den letzten Jahren viele kleine Unternehmen in Schaumburg zu mittelständischen Betrieben entwickelt haben, „die in ihrem Bereich auch auf dem Weltmarkt eine überragende Bedeutung haben“.

Mit 24 Sitzen ist die SPD derzeit die stärkste Fraktion im Kreistag. „Das soll auch so bleiben“, gibt Becker als Ziel aus. ber

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