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Unerträgliche Lage

SN-Weihnachtshilfe Unerträgliche Lage

Die Situation ist immer unerträglicher geworden. Maria P. lebte bis vor Kurzem mit ihren neun Kindern in einer Haushaltsgemeinschaft mit ihren früheren Schwiegereltern. Nach der Trennung von ihrem Mann wohnt sie jetzt allein mit den Kindern in einem Provisorium.

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Maria P. benötigt dringend eine Ausstattung für ihre Küche.

Quelle: RG

LANDKREIS. Nach der Scheidung von ihrem Mann war die Familie in dieser Wohnung in dem Mehrfamilienhaus in einer Stadt in Schaumburg, das den Schwiegereltern gehört, verblieben. Und zwar weil sich einfach keine Alternative bot, und nicht zuletzt auch deswegen, weil sich Maria P. ihren Schwiegereltern gegenüber verpflichtet fühlte. Maria P. zahlt ihren Schwiegereltern eine ortsübliche Miete.

Die Ehe war für die heute 43-jährige Maria P. von einer bestimmten Phase an ein Leidensweg. Der Ehemann wurde spielsüchtig, sprach vermehrt dem Alkohol zu. Das führte zwischenzeitlich zu Schulden. Zum Schluss wurde er auch gewalttätig. Maria P. entschloss sich zur Trennung. Unterhalt für die Kinder kann ihr Ex-Mann nicht bezahlen, er ist arbeitslos.

Wohnungssuche macht Probleme

Das Verhältnis zu den Schwiegereltern, besonders zur Schwiegermutter von Maria P., wurde mit der Zeit aber immer schlechter. Die 43-Jährige kochte regelmäßig für die Schwiegereltern. Zusätzlich machte sie auch sauber. „Meine Schwiegermutter übte nach und nach immer mehr Druck auf mich aus“, erzählt Maria P. „Es war eine ganz einseitige Sache“, bestätigt Sophia, die älteste Tochter: „Meine Großmutter hat nichts getan, um meine Mutter mit ihren vielen Kindern auch mal zu unterstützen.“

Die Suche nach einer eigenen Wohnung andernorts blieb erfolglos. „Für eine zehnköpfige Familie ist das fast unmöglich“, schildert Tochter Sophia. So beschlossen alle Beteiligten vor Kurzem, dass Maria P. und ihre Kinder in eine andere, gerade freigewordene Wohnung in dem Mehrfamilienhaus der Schwiegereltern ziehen. Ein eigener Hausstand, dem unmittelbaren Einfluss der Schwiegereltern entzogen. „Das bedeutet eine große Befreiung“, bestätigt die Sozialarbeiterin der Arbeiterwohlfahrt, die diese Familie betreut: „Selbst wenn dies erstmal ein Provisorium sein wird, bevor hoffentlich andernorts eine andere Wohnung gefunden wird.“

Kein Auto, kein Computer

Die Familie nahm alle ihre Möbel mit. Was aber fehlt, ist die komplette Küchenausstattung. Denn diese gehört den Schwiegereltern, verblieb in deren Wohnung. Maria P. benötigt alle gängigen Küchengeräte sowie Schränke. Geld dafür ist nicht vorhanden. Die Familie lebt von HartzIV und von Kindergeld. Das reicht gerade so für das Allernötigste. „Wir haben kein Auto und keinen Computer oder Laptop“, nennt Tochter Sophia ein Beispiel für die Lage: „Präsentationen erarbeiten wir auf Schul-Computern.“ Trotz der schwierigen Umstände „zieht Maria P. mit bewundernswerter Energie ihre Kinder groß und kämpft wie eine Löwin für deren gute Ausbildung“, so die Sozialarbeiterin. Und das offenbar mit Erfolg, die beiden Ältesten stehen kurz vor dem Abitur.

 In der finanziell extrem angespannten Lage ist das Geld für außergewöhnliche Anschaffungen wie jetzt die Küche nicht da. „Spendengeld aus der Weihnachtshilfe kann an dieser Stelle ungemein wirkungsvoll helfen“, betont die Awo-Sozialberaterin. ssr

Die Konten der Weihnachtshilfe

Es ist die 23. Saison der SN-Weihnachtshilfe. Unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ werden Spenden für Bedürftige im Landkreis gesammelt. Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, helfen möchten, überweisen Sie Ihre Spende bitte auf eines der Konten der „Aktion Weihnachtshilfe“ bei:

  • Sparkasse Schaumburg, IBAN DE17 2555 1480 0470 0044 66.
  • Volksbank Hameln-Stadthagen, IBAN DE92 2546 2160 0024 7006 00.
  • Volksbank in Schaumburg, IBAN DE97 2559 1413 7306 6630 00.

Die Namen der Spender werden, soweit nicht anders gewünscht, in den Schaumburger Nachrichten veröffentlicht.

 

 

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