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Unfälle bringen Verkehr auf A2 zum Erliegen

Feuerwehren an den Grenzen ihrer Kräfte Unfälle bringen Verkehr auf A2 zum Erliegen

Zwei schwere Unfälle haben innerhalb weniger Stunden auf der Autobahn im Auetaler Abschnitt zwei Tote gefordert. Für die Feuerwehr war es einer der schlimmsten Einsätze der vergangenen Jahrzehnte.

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 Die A2 gleicht nach dem zweiten Unfall einem Trümmerfeld. 

Quelle: tol

Landkreis. Die Chronologie: Am Mittwochabend kommt es gegen 23.20 Uhr auf der A2 in Richtung Dortmund zu einem schweren Verkehrsunfall, beteiligt sind zwei Wagen und ein Sattelzug gekommen. Die 25-jährige Mitfahrerin eines Ford Focus erleidet dabei tödliche Verletzungen.

 Nach den bisherigen Ermittlungen ist ein 27-Jähriger mit seinem Ford Focus gemeinsam mit seiner 22 Jahre alten Beifahrerin und der 25-jährigen Mitfahrerin auf dem linken Fahrstreifen in Richtung Dortmund unterwegs. Zwischen Rehren und Bad Eilsen gerät der Wagen in einer leicht abschüssigen, lang gezogenen Rechtskurve ins Schleudern und touchiert die mittlere Betonwand. Das Auto prallt daraufhin nach rechts und stößt gegen das Heck eines Sattelzuges, der auf dem Hauptfahrstreifen unterwegs ist.

 Anschließend kommt der Ford auf der mittleren Fahrspur zum Stehen. Die 25-Jährige steigt daraufhin offenbar aus dem Wagen und wird von dem Audi eines 48-Jährigen erfasst. Die junge Frau erliegt noch an der Unfallstelle nach erfolgloser Reanimation durch die alarmierten Rettungskräfte ihren tödlichen Verletzungen. Der Ford-Fahrer und seine Beifahrerin werden mit Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Über die Schwere der Verletzungen lagen am Donnerstag keine Informationen vor.

 Während die Feuerwehr noch damit beschäftigt ist, die Folgen des Unfalls zu beseitigen, kommt von der Leitstelle ein Anruf für die eingesetzten Kameraden: Am Ende des Staus hat es einen weiteren katastrophalen Unfall gegeben, ein Lastwagenfahrer ist dabei getötet worden.

 Passiert ist dies: Gegen 2.20 Uhr ist ein Sattelzug-Fahrer gemeinsam mit seinem Beifahrer auf dem mittleren Fahrstreifen in Richtung Dortmund unterwegs. Kurz vor der Anschlussstelle Rehren kommt er aus bislang unbekannter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab und rammt dabei ein auf dem Standstreifen abgestelltes Begleitfahrzeug eines Schwertransporters. Dieses steht wegen der andauernden Unfallaufnahme und Bergungsmaßnahmen in Zusammenhang mit dem Verkehrsunfall zuvor vor mehreren Schwertransportern mit Begleitfahrzeugen auf dem Standstreifen, da sie nicht an der Abfahrt Rehren abgeleitet werden können.

 Der Sattelzug kollidiert dann mit einem vor dem Begleitfahrzeug stehenden Schwertransporter und schleudert daraufhin gegen einen weiteren, unmittelbar davor geparkten Schwertransporter. Der Auflieger des Unfallverursachers rutscht quer über die Fahrbahn und durchbricht die Mittelschutzplanke. Ein nachfolgender 54-jähriger Lastwagen-Fahrer weicht dem Unfallgeschehen nach links aus und durchbricht die Planke ebenfalls.

 Durch die Kollision wird die Planke stark beschädigt; Trümmerteile ragen auf die linke Spur in Fahrtrichtung Hannover. Der Unfallverursacher wird in seiner Fahrerkabine eingeklemmt und muss von der Feuerwehr herausgeschnitten werden. Er erliegt noch am Unfallort seinen tödlichen Verletzungen, sein Beifahrer ist schwer verletzt. Ein Rettungswagen bringt den Schwerverletzten in ein Krankenhaus.

 Für die Feuerwehren ist es ein Einsatz, der sie an die Grenzen ihrer Kräfte bringt: ein Lastwagen-Chaos, Trümmerteile überall, weggerissene Kabinen, herumliegende Motoren. So eine Schwere, wird später Ralf Kopczinsky erklären, habe man in den vergangenen Jahren auch noch nicht erlebt.

 Drei weitere Unfälle muss die Polizei in Rinteln gestern Morgen noch aufnehmen. Gegen 5.45 Uhr verlässt der Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr Rolfshagen die Autobahn und will von der Abfahrt Rehren die Straße in Richtung Schulstraße überfahren. Dabei kommt es zu einem Zusammenstoß mit einem VW Lupo, der aus Richtung Altenhagen nach Rehren fährt. Der Wagen wird stark beschädigt, das Feuerwehrfahrzeug muss ebenfalls in die Reparatur. Die Feuerwehr hat vor dem Unfall Martinshorn und Blaulicht angestellt.

 Gegen 6.55 Uhr berühren sich zwei Fahrzeuge zwischen Rehren und Hattendorf, auf der Landesstraße in einer Straßensenke. Der Verursacher des Unfalls kommt leicht auf die Gegenfahrbahn und touchiert den Wagen eines Hattendorfers, der in Richtung Rehren unterwegs ist. Der Verursacher flüchtet.

 Der dritte Unfall passiert um 7.10 Uhr auf der Kreuzung in Rehren, unterhalb der Autobahnbrücke. Eine 38-jährige Frau aus Hessisch Oldendorf will mit ihrem Opel in Richtung Rehren abbiegen und übersieht dabei einen entgegen kommenden und vorfahrtsberechtigten Range Rover. Die Frau wird leicht verletzt, beide Fahrzeuge sind nicht mehr fahrtüchtig. rnk, tol

Unfall auf B 482

Nach einem schweren Lastwagen-Unfall war gestern die B 482 – die ausweichstrecke – zwischen Lerbeck und der B 65 in beiden Richtungen gesperrt. Nach Polizeiangaben waren fünf Fahrzeuge und ein Lastwagen an dem Unfall beteiligt. Verletzt wurde niemand. Aus bisher ungeklärter Ursache war ein Sattelschlepper von der Fahrbahn abgekommen und die Böschung hinuntergerutscht. Das Fahrzeug musste mit einem Kran geborgen werden. Der Verkehr auf der eigentlichen Umleitungsstrecke wurde ebenfalls umgeleitet.  vin

Noch mehr Staus

Im Bereich Nenndorf und Rodenberg waren die B 65 und die B 442 den Tag über entsprechend verstopft, vor allem da die Autofahrer wegen der Sperrung auf der A 2 ab der Anschlussstelle Lauenau über die beiden Bundesstraßen gelotst wurden. Selbst in der Bad Nenndorfer Innenstadt staute sich ab dem Nachmittag streckenweise der Verkehr. Ansonsten sei es auf den Straßen aber einigermaßen ruhig geblieben, wie die Polizei Bad Nenndorf berichtete.  gus

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