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Unfall-Statistik für Schaumburg

Tippen tötet Unfall-Statistik für Schaumburg

Frank Kreykenbohm, Leiter der Polizeiinspektion (PI) Nienburg/Schaumburg, hat bei der Vorstellung der Unfallstatistik für den Landkreis Schaumburg deutlich die Gefahr des Handy-Tippens beim Autofahren aufgezeigt.

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Gefährlich: Beim Tippen ins Handy legt der Fahrer viele Meter im Blindflug zurück.

Quelle: sk

Landkreis. Dieses erhöhe das Unfallrisiko um 23 Prozent. Insgesamt hat sich die Zahl der Verkehrsunfälle gegenüber 2014 um 3,34 Prozent auf 3643 im Landkreis erhöht. Damit liegt der Landkreis zwar unter der Entwicklung im Land Niedersachsen (4,34 Prozent), dennoch kennzeichnet die Zahl einen Höchststand in den vergangenen zehn Jahren. Nicht angepasste Geschwindigkeit (9,2 Prozent), mangelnder Abstand (14,25 Prozent) sowie Missachten der Vorfahrt (10,73 Prozent) und das Zurücksetzen des Autos (14,49 Prozent) sind die Hauptunfallursachen. Die Geschwindigkeit spiele darüber hinaus bei fast allen Faktoren eine Rolle, so Kreykenbohm.

"Die Tendenz ist steigend"

Das Bedienen des Smartphones sei zwar statistisch nicht als Unfallursache erfasst. Der PI-Leiter: „Wer sagt schon, dass er gerade eine SMS geschrieben hat.“ Dennoch hätten viele Unfälle darin ihre Ursache. Kreykenbohm: „Das wird dramatisch unterschätzt. Und die Tendenz ist steigend.“ Etliche Meter lege der Schreiber beim Tippen im Blindflug zurück. Laut einer Studie habe jedes dritte junge Mädchen und jeder vierte junge Mann zugegeben, schon einmal eine SMS während des Steuerns eines Autos geschrieben zu haben.

Hoch schätzt Kreykenbohm die Dunkelziffer bei den Alkoholsündern. Die Statistik weist für das vergangene Jahr 63 Unfälle auf, die alkoholisierte Fahrer verursacht haben. Der höchste gemessene Promillewert betrug 3,69. Die Zahl aller Unfallverletzten addierte sich auf 744. Das sind zehn Prozent weniger als 2014. Die schweren Personenschäden sanken um 24,5 Prozent auf 82.

Sechs Unfalltote in 2015

Sechs Menschen starben 2015 im Landkreis Schaumburg infolge von Verkehrsunfällen. In der Altersgruppe 18 bis 24 Jahre waren 795 Personen an Unfällen beteiligt. 70 Prozent davon gelten als Hauptverursacher. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den älteren Fahrern: In der Altersgruppe ab 65 Jahren waren 827 Personen an Unfällen beteiligt, 69 Prozent haben den jeweiligen Unfall verursacht.

Dass ältere Autofahrer eine höhere Risikogruppe darstellen als junge Leute beweise sich also nicht. In jedem Falle gelte: „Jeder ist eigenverantwortlich unterwegs.“ Durch gezielte Verkehrskontrollen in Bezug auf Alkohol- und Drogenmissbrauch sowie Geschwindigkeitsverstöße, so Kreykenbohm, wolle die Polizei ihrerseits für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen. sk

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