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Unkonventioneller Hörgenuss

Plath und Banciu bei Kultur Stadthagen Unkonventioneller Hörgenuss

Mit einem beeindruckenden Kammermusikonzert verabschiedete Kultur Stadthagen jetzt seine Gäste zur Saisonmitte in die Weihnachtspause. Fagottist Theo Plath und Pianist Andrei Banciu lieferten im Schloss Stadthagen ein beeindruckendes Hörerlebnis.

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Fagottist Theo Plath und Pianist Andrei Banciu liefern vor der Weihnachtspause von Kultur Stadthagen ein beeindruckendes Hörerlebnis im Schloss Stadthagen. 

Quelle: PR

LANDKREIS. Eine kammermusikalische Darbietung in eher ungewöhnlicher Besetzung erwartete die Besucher im Kaminsaal des Stadthäger Schlosses – ein Wagnis für den Veranstalter, setzt es doch vom Publikum die Bereitschaft voraus, mit eher konventionellen Hörgewohnheiten zu brechen und offen für Klangfarben zu sein, die das Spektrum des klanglich Gewohnten erweitern – und damit eben auch bereichern – können.

Das Fagott ist eines der Instrumente, dem in nicht allen Epochen der Musik- und Kompositionsgeschichte die Würdigung zukam, die ihm eigentlich zustehen müsste. Das reichhaltige Spektrum der Obertöne dieses Vertreters aus der Gruppe der Holzblasinstrumente haben Komponisten wie insbesondere Vivaldi, aber auch Mozart und manche Komponisten der Romantik zu schätzen gewusst. Gerade auch die Moderne Musik misst dem Fagott eine neue Bedeutung bei, was sich schlicht an der zunehmenden Zahl von Kompositionen zeigt, die dieses Instrument implizieren.

Vor diesem Aspekt war die Auswahl der zu Gehör gebrachten Stücke an diesem Abend, der das Fagott in intimer Verbindung mit dem Klavier präsentierte, eine gut durchdachte. Das Andante e Rondo Ungarese von Carl Maria von Weber sowie die Sonate op. 168 von Camille Saint-Saëns bildeten den geeigneten Rahmen für die beiden jüngeren Kompositionen der französischen Komponisten Marcel Bitsch und Henri Dutilleux. Sowohl Bitschs Concertino aus dem Jahr 1948 wie auch Dutilleux‘ Sarabande et Cortège fügten sich in diesen Rahmen ein.

Künstler überzeugen

Wer womöglich zuvor im Publikum befürchtet hatte, mit kryptischer Tonsprache konfrontiert zu werden, konnte eine andere Hörerfahrung machen: eine aus impressionistischen Wurzeln stammende Tonalität, technisch (insbesondere Bitsch) zwar hoch anspruchsvoll, aber meisterhaft und anscheinend mühelos zu Gehör gebracht, ohne an musikalischer Ausdruckskraft zu verlieren.

Dass die beiden Künstler über den Deutschen Musikrat in die Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler gelangt sind, überraschte nicht. Neben der ausgefeilten Technik und der Brillanz des Fagottisten Plath war die pianistische Fähigkeit seines Begleiters Banciu nicht minder bemerkenswert. Der 31-Jährige lieferte in zwei Darbietungen mit „Vallee d’Oberman“ aus den Années de pèlerinage von Franz Liszt und Chopins Nocturnes b-moll und Des-Dur einen nachdrücklichen Eindruck seiner ausgezeichneten solistisch pianistischen Fähigkeiten, die alles andere als reine „Zwischenspiele“ zur verdienten Erholung des Fagottisten waren.

Der lang andauernde begeisterte Applaus des Publikums erwirkte als Zugabe den Czardas von Vittorio Monti in einer Transkription für Fagott und Klavier.

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