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Aus dem Landkreis Werdende Väter: Unterstützung vom Rande
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Werdende Väter: Unterstützung vom Rande
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00:32 09.03.2018
Die Themen Schwangerschaft und Geburt bewegen Frauen – aber auch immer mehr Männer. Heutzutage ist es eher die Regel als die Ausnahme, dass werdende Väter ihren Frauen bei der Geburt zur Seite stehen. Gerade junge Eltern legen Wert auf die gemeinsame Zeit und denken sehr familienorientiert. Quelle: pr.
Landkreis

Diese Unsicherheiten gelte es im Vorfeld der Geburt abzubauen – durch das Fördern von Verständnis für die Abläufe sowie durch die Vermittlung ganz praktischer Tipps.

 Das passiert unter anderem in den Geburtsvorbereitungskursen, die Thiele gibt. „Die Frauen wollen öfter, dass ihre Partner dabei sind, als die Männer selbst“, sagt sie. Letztgenannte seien aber erleichtert, wenn sie feststellen, dass die Vorbereitung auf die Entbindung keine Wissenschaft ist. „Es ist wichtig, ein realistisches Bild zu vermitteln und den Paaren nützliche Informationen mitzugeben.“Eine Geburt drehe das Leben um 180 Grad, da sei es einfacher, die anfängliche Angst zu teilen. „Man hat mit viele kleinen und großen Herausforderungen zu kämpfen.“

Verantwortung nicht an der Tür abgeben

 Denn um zur richtigen Zeit die richtige Unterstützung geben zu können, muss nicht jedes Detail organisiert sein. „Man kann natürlich versuchen, alles minutiös durchzuplanen. Am Ende kommt es aber ohnehin anders“, erklärt Thiele. Wichtig sei dagegen zu wissen, wo man im Kreißsaal Mitspracherecht habe und dass man die Verantwortung nicht an der Tür abgebe.

 Im Kreißsaal ist es heute eher Regel als Ausnahme, dass Männer ihren Frauen bei der Geburt zur Seite stehen. Aus gesellschaftlicher Sicht werde das von Männern heute oftmals erwartet. Die Anwesenheit kann aber auch sehr hilfreich sein, vor allem, wenn das Paar im Vorfeld alles Wichtige miteinander abgestimmt hat. „Es gibt aber ein breites Feld an unterschiedlichsten Menschen“, sagt die Hebamme. Anwesend sein und die Frau physisch und psychisch unterstützen, das sei das Wichtigste und gebe werdenden Müttern emotionalen Halt.

„Selbst wenn der Mann nur dabei sitzt und immer das Gleiche sagt, fühlt sich die Frau dadurch bestärkt“, erklärt Thiele. Das klassische „Mithecheln“ müsse dabei gar nicht vermittelt werden. Zwar signalisiere dies auch Unterstützung, helfe aber nur begrenzt. „Wenn man einen ruhigen, unterstützenden Partner hat, erleichtert das schon Vieles“, so die Fachfrau.

 Was Thiele von Zeit zu Zeit aber auch beobachtet: dass der Partner in Geburtsfragen mitbestimmen will, dadurch Einfluss auf die Frau ausübt – und diese dann Entscheidungen zu Behandlungen oder Ähnlichem trifft, mit denen sie selbst nicht glücklich ist. „Dein Körper, deine Geburt. Natürlich müssen sich beide wohlfühlen, aber die Frau sollte in solchen Fragen das letzte Wort haben.“

Kleine Gesten sind viel wert

Neben der Unterstützung vor und während der Geburt können Männer aber auch danach weiterhin einiges tun. Denn auch die Zeit im Wochenbett bleibe eine Belastungssituation. „Die Frau sucht sich nicht selbst aus, Stimmungsschwankungen oder Ähnliches zu haben. In solchen Situationen ist es wichtig, Verständnis zu zeigen“, so Thiele.

„Es müssen aber gar nicht immer besonders tiefsinnige, psychologische Gespräche sein. Es reicht schon, einfach einmal einen Strauß Blumen mitzubringen und der Partnerin seine Liebe zu zeigen. Kleine Gesten sind enorm viel wert.“

 So solle es für den Mann selbstverständlich sein, Einkauf, Haushalt und mehr zu übernehmen – und nicht sofort wieder arbeiten zu gehen. Dabei lasse sich aber ebenfalls ein Trend beobachten, wie Thiele erklärt. Zwar gingen immer noch nur wenige Väter in alleinige Elternzeit, viele Paare nähmen sich diese Zeit heute aber gemeinsam – zumindest für die ersten Wochen und zum Ende der Elternzeit hin.

Gerade jüngeren Paaren sei das besonders wichtig, diese gingen angstfrei und familienorientiert an die Sache heran. „Kind und Erziehung sind nicht mehr nur Frauensache“, sagt Thiele. „Die Bereitschaft und das Interesse der Männer sind da. Darauf muss man reagieren und passende Angebote schaffen.“ tro

 

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Kirchweg 1, Beckedorf
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- Bückeburg
Emma-Zentrum Rinteln, Dornbusch
Schlossgartenstraße 4, Bückeburg
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Hebammenpraxis Stadthagen, Kruse
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Schaumburger Straße 1, Hülsede
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Doris Wellenbrock
Eichenweg 21, Meerbeck
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Völkerstraße 6a, Nienstädt
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Schulstraße 6, Pohle
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Städtische Hufe 15, Sachsenhagen
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