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Aus dem Landkreis Verantwortung für das Gemeinwohl
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Verantwortung für das Gemeinwohl
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15:00 25.10.2018
Die Verantwortlichen aus den verschiedenen Kirchen und Religionsgemeinschaften freuen sich auf die gemeinsame Veranstaltung am Vorabend des Reformationstages. Quelle: ssr
Landkreis

Termin ist der Vorabend des Reformationstages, Dienstag, 30 Oktober, um 19 Uhr in der St.-Martini-Kirche. Mitwirkende kommen auch aus der hiesigen katholischen Kirchengemeinde, der muslimischen Ditib-Moschee in Stadthagen, der Alevitischen Gemeinde Stadthagen und der jüdischen Kultusgemeinde Schaumburg.

Den Veranstaltern geht es dabei nach den Worten von Landesbischof Karl-Hinrich Manzke darum, „die gemeinsame Verantwortung für die Gestaltung des Gemeinwohls abzubilden“. Denn in diesem Geist wolle der Landesgesetzgeber den Reformationstag als neuen gesetzlichen Feiertag gestaltet sehen. „Um andere Kirchen und Religionsgemeinschaften nicht zu vereinnahmen“, so Manzke, habe man sich bei der gemeinsamen Veranstaltung für den Vorabend des Reformationstages entschieden. Bewusst habe man Religionsgemeinschaften zur Mitwirkung eingeladen, die sich im Vorfeld kritisch zum neuen Feiertag geäußert hätten, betonte Manzke.

Kultusminister spricht

Mit einer Ansprache werde sich der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne an der Veranstaltung beteiligen. Dieser habe sofort zugesagt, „weil er den Eindruck hat, dass wir mit unserer Veranstaltung exemplarisch das darstellen, was mit dem neuen Feiertag gemeint ist“, erläuterte der Landesbischof. Landrat Jörg Farr werde ein Grußwort halten.

Mehmet Yabas von der Ditib-Moschee berichtete, sein Gemeindevorstand habe sich nach kurzer Diskussion für die Mitwirkung an der Veranstaltung mit dem Untertitel „Religiös und vielfältig – einig im Einsatz für das Gemeinwohl“ entschieden. Vom Religionsattaché des hiesigen türkischen Konsulats habe es dafür „eine Freigabe gegeben“, so Yabas. Pfarrer Günther Birken von der katholischen Stadthäger St.-Joseph-Gemeinde betonte, es sei selbstverständlich, sich zu beteiligen: „Wir sind sehr gerne dabei.“

Interreligiöses Friedensgebet

Nach Darstellung des Theologischen Referenten im Landeskirchenamt, Pastor Lutz Gräber, wird es in der rund 90-minütigen Veranstaltung unter anderem um einen Dialog von vier Akteuren unterschiedlicher kultureller oder religiöser Prägung darüber gehen, wofür diese sich einsetzen und was sie dabei an Zustimmung oder Gegenwehr erleben. Ein weiterer Schwerpunkt seien Texte unter anderem aus Bibel, Koran und Thora zum Thema Frieden, also ein „Friedensgebet der Religionen“. Der Abend werde musikalisch umrahmt, etwa durch den Jugendchor der St.-Martini-Gemeinde und den Chor der alevitischen Gemeinde.

Im Anschluss ist nach den Worten von Gräber ein geselliges Miteinander bei Getränken und Snacks sowie musikalischer Untermalung geplant. ssr