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Verstärkt Integrationsarbeit angesagt

Ausschusssitzung Verstärkt Integrationsarbeit angesagt

Einstimmig hat der Ausschuss für Soziales und Gesundheit des Kreistags in Schaumburg dafür plädiert, die Flüchtlingsintegrations- und Sozialarbeit im kommenden Jahr „im bisherigen Umfang fortzuführen“. Der Landkreis hat über die Arbeiterwohlfahrt (Awo) aktuell 16 Sozialarbeiter und 16 Ergänzungskräfte im Einsatz und finanziert diesen Bereich im Jahr 2017 mit rund 1,4 Millionen Euro.

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Quelle: PR.

LANDKREIS. Dazu kommen Landes- und Bundesmittel mittel in Höhe von insgesamt 300.000 Euro. „Es ist keine Frage, dass wir die Flüchtlingsintegrations- und sozialarbeit im Jahr 2018 uneingeschränkt weiterführen“, stellte Dagmar Hansing (SPD) klar. Es sei für diese Arbeit bis dato „ein gutes Fundament geschaffen worden, die Arbeit läuft erfolgreich und wir wollen sie fortsetzen“, so Hansing.

3400 geflüchtete Menschen leben in Schaumburg

„Wir können das gar nicht zurückfahren“, stimmte Wilhelm Dreves (CDU) zu. Denn die Herausforderung bestehe nach wie vor unverändert. Dreves sprach allen Sozialarbeitern, aber auch allen ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern, den Dank des gesamten Fachausschusses aus. Sozialdezernent Klaus Heimann hatte zuvor dargelegt, dass aktuell rund 3400 geflüchtete Menschen in Schaumburg leben. Mittlerweile verfügten etwa 1500 von diesen über einen Aufenthaltsstatus und erhielten Leistungen vom Job Center. Da diese Menschen aller Wahrscheinlichkeit nach dauerhaft hier bleiben wollen, stelle sich die Herausforderung einer guten Integration in besonderem und steigendem Maße, erläuterte Heimann: „Es ist eine gewaltige Aufgabe, die da abgedeckt werden muss.“

Sozialamtsleiter Klaus Böhm machte deutlich, mit welcher Bandbreite an Aufgaben die Sozialarbeiter konfrontiert werden. Das beginne bei ersten Orientierungshilfen für neu angekommene Flüchtlinge in aller Regel in den Gemeinschaftsunterkünften. Gefordert seien Beratung und Hilfestellung bei allen Fragen des täglichen Lebens von der Mülltrennnung und der Nutzung von Bussen und Bahnen bis hin zur Begleitung bei der Anmeldung von Kindern in Kitas und Schulen.

Konfliktvorbeugung unverzichtbar

Böhm fügte hinzu: „Die tägliche Arbeit und die regelmäßigen Rückmeldungen im Sozialamt zeigen, dass eine Konfliktvorbeugung und -bewältigung unverzichtbar ist, um die Situation weiterhin vernünftig zu meistern“. Heimann ergänzte auf entsprechende Nachfragen von Ausschussmitgliedern, der präventiven Konfliktvermeidung komme in der gegenbwärtigen Phase gerade in den Gemeinschaftsunterkünften, aber auch bei Nachbarschaftsverhältnissen, ein ganz besonderes Augenmerk innerhalb der Integrations- und Sozialarbeit zu.

Die Awo hatte dem Fachausschuss eine Auflistung ihrer Tätigkeiten vorgelegt. Allein im vergangenen Juli haben die Sozialarbeiter demnach kreisweit insgesamt 3723 Beratungsgespräche mit Geflüchteten geführt. Im selben Monat wurden 115 Kinder bei Anmeldungen zu Kitas und Schulen begleitet. 162 Flüchtlinge wurden durch Sozialarbeiter in Integrations-, Flüchtlings- oder Sprachkurse vermittelt. Zur Agentur für Arbeit wurden in diesem Monat 120 Flüchtlinge vermittelt, in einem Fall wurde ein Ausbildungs- und in vier Fällen ein Arbeitsvertrag abgeschlossen. ssr

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