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Verwaltung kommt Grünen bei Flüchtlingsfrage zuvor

Fraktion zieht Dringlichkeitsantrag zurück Verwaltung kommt Grünen bei Flüchtlingsfrage zuvor

Sehr zufrieden hat sich der Grünen-Politiker Michael Dombrowski bei der jüngsten Sitzung des Kreistages gezeigt.

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Quelle: pr.

Von Benjamin Schrader

Landkreis/Stadthagen. Über den von ihm und seinen Parteikollegen eingereichten Dringlichkeitsantrag in Sachen Flüchtlingsunterbringung sei schlicht und einfach „die Zeit hinweg gegangen“, so Dombrowski – jüngst hatten sich die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) und die Kreisverwaltung darauf verständigt, dass einige der  früheren Wohnhäuser von britischen Soldaten in Bückeburg und Rinteln dafür genutzt werden können.

Ursprünglich hatte sich die Grünenfraktion in ihrem Vorstoß dafür starkgemacht, dass der Kreistag die Bundesregierung dazu auffordert, dass bezahlbarer Wohnraum für die dezentrale Flüchtlingsunterbringung geschaffen wird. Mit der jüngsten Entwicklung sei dieses Ansinnen jedoch obsolet geworden, führte der Grünen-Politiker aus. „Ich bin mir aber sicher, dass die Bundesregierung nicht so schnell reagiert hätte, wenn der Druck nicht so groß gewesen wäre“, sagt Dombrowski.

Zudem sei bei den Verhandlungen zwischen Kreisverwaltung und Bima „sogar mehr herausgekommen, als wir gedacht haben“. Schließlich sei es gelungen, dass die Flüchtlinge mietfrei in den ehemaligen Soldatenhäusern untergebracht werden können.

Landrat Jörg Farr griff beim anschließenden Empfang anlässlich des Jahresabschlusses die Themen Flucht und Vertreibung auf. So sei Schaumburg über die Aufnahme der Betroffenen ganz direkt von den Krisen und Kriegen im Nahen Osten betroffen. „Bei den weiter steigenden Zahlen ist es nicht zu verhindern, dass wir Flüchtlinge auch in Gemeinschaftsunterkünften unterbringen“, erklärte Farr.

Diese Variante sei trotz der anvisierten dezentralen Unterbringung nach dem „Leverkusener Modell“ nicht grundsätzlich falsch. So haben ihm ehrenamtliche Helfer in Gesprächen deutlich gemacht, dass sich die Flüchtlinge in größeren Unterkünften nicht so allein fühlen. Ziel aller Bemühungen müsse es auch im kommenden Jahr sein, für die Betroffenen von Krisen und Kriegen menschenwürdige Verhältnisse zu schaffen, betonte der Landrat.

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