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Visite im Gesamtklinikum

SN-Leser werfen Blick hinter die Kulissen Visite im Gesamtklinikum

Die Bauarbeiten im künftigen Gesamtklinikum in Vehlen sind im fortgeschrittenen Stadium, aber noch in vollem Gange – da durften 30 SN-Leserinnen und Leser schon einmal einen intensiven Blick hinein werfen. So bekamen sie exlusiv einen Eindruck von den neuen Räumlichkeiten.

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Vor dem Eingang des Gesamtklinikums erhalten die Besucher die ersten Erläuterungen über den Gebäudekomplex.

Quelle: rg

Vehlen.  Im Rahmen der SN-Gesundheitswochen führten der Geschäftsführer der Krankenhausprojektgesellschaft, Dr. Achim Rogge, und der Technische Leiter Dirk Hahne in gleichermaßen informativer wie launig-unterhaltsamem Weise unter anderem durch die künftigen OPs, Kreißsäle und Chefarzt-Zimmer. Für diese Stippvisite ins Gesamtklinikum hatte es eine riesige Nachfrage gegeben.

Stark beeindruckt zeigten sich die Besucher etwa von „einem Herzstück des Klinikums“, so Rogge, einem speziellen OP der Gefäß-Chirurgie. Große Teile dieser OP-Ausstattung, die allein insgesamt 2,4 Millionen Euro kostet, waren schon zu besichtigen. Ein riesiger Bildschirm ist Hinweis darauf, dass hier Gefäß-OPs nach modernstem Standard in so genannter minimal-invasiver Methode, also ohne großen Schnitt, vorgenommen werden.

Einige erste Geräte zu begutachten gab es auch schon in der Intensiv-Abteilung. Diese ist wegen der erforderlichen Sterilität nur durch Schleusen zu erreichen, die andeutungsweise schon zu erkennen sind. Überhaupt sei Hygiene eine der wichtigsten Pflichten im Klinikum betonte Rogge. Dass dafür erheblicher Aufwand betrieben wird, machte Hahne den staunenden Zuhörern deutlich: Das Wasser in den insgesamt sage und schreibe 50 Kilometer Wasserleitungen in dem Gebäudekomplex werde künftig regelmäßig stichprobenartig im Labor untersucht.

Rohrpost für Labor-Proben

Die Teilnehmer lernten viele spannende Details kennen, zum Beispiel die computergesteuerte Rohrpost für Labor-Proben. „Die spart zeit- und kostenintensive Botengänge“, erklärte Rogge. Dieser wurde während des zweistündigen Rundgangs von den Teilnehmern mit Fragen gelöchert. So als er die digitale Patientenakte erläuterte. Da wollte SN-Leser Klaus Frädrich (Obernkirchen) wissen, wielange die Daten aufbewahrt werden und erfuhr, dies sei 30 Jahre lang der Fall.

In den meisten der Räumlichkeiten sind die Decken noch offen, geben den Blick auf Rohre und Leitungen frei. „Diese werden erst ganz zum Schluss zu gemacht, weil wir während der Bauarbeiten immer noch mal dran müssen“, machte Hahne deutlich. In einigen der Zimmer waren Handwerker dabei, Wände zu schließen. In den Nasszellen der Patientenzimmer sahen die Besucher, dass Toiletten und Waschbecken schon installiert sind. In der Inneren Abteilung kündigte Rogge an, hier würden Mitte April zwei Herzkatheter-Labore angeliefert. Hahne konnte den Besuchern das Blockheizkraftwerk demonstrieren, das gerade diese Woche eingebaut worden ist.

„Sehr informativ“ fand Herbert Scholz (Stadthagen) die Führung. Ihn hat besonders beeindruckt, „wie groß das Klinikum ist und welche speziellen Leistungen hier angeboten werden“. Theresia Kampf (Obernkirchen) fand die Erläuterungen „wunderbar verständlich“. Sie staune, „wie eng die Abteilungen ineinander verzahnt und wie kurz die Wege sind“. ssr

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