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Volksbank Minden-Schaumbrg: Mitglieder entscheiden

Vertreterversammlung im Dezember Volksbank Minden-Schaumbrg: Mitglieder entscheiden

Die spannende Phase steht der zukünftigen Volksbank Minden-Schaumburg noch bevor. Die Fusion der Volksbank in Schaumburg mit der Volksbank Mindener Land zum 1. Januar 2016 muss bei der für Mitte Dezember geplanten außerordentlichen Vertreterversammlung mit 75 Prozent „plus eins“ beschlossen werden. 

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Peter Scherf (von links), Joachim Schorling und Reinhard Schreeck bilden nach der Fusion den Vorstand der Volksbank Minden-Schaumburg.

Quelle: tbh

Landkreis (tbh). „Das ist ein ganz schönes Brett“, wie Joachim Schorling, Vorstandsmitglied der Volksbank in Schaumburg einen Tag nach Unterzeichnung des Kooperationsvertrages betont. „Es ist kein Geheimnis, dass die Niedrigzinsphase alle Kreditinstitute zum Nachdenken zwingt“, sagt Klaus Michel, Vorstandsmitglied der Volksbank Mindener Land, der zum Ende dieses Jahres aus dem Vorstand ausscheiden wird. Gemeinsam mit Peter Scherf, Vorstandssprecher der Volksbank Mindener Land, und Reinhard Schreeck, Vorstandsmitglied der Volksbank in Schaumburg, soll Schorling den Vorstand der neuen Genossenschaftsbank bilden.
Bis dahin müssen die Vorstände der beiden Geldhäuser aber noch Überzeugungsarbeit leisten – und das ist offenkundig keine leichte Aufgabe. Zum jetzigen Zeitpunkt wagt Scherf keine Voraussagen zum Ausgang der Abstimmung. Die Erfahrung, die er in den Gesprächen über die Filialnetzrestrukturierung des Geldhauses in Minden gemacht habe, seien zum Teil „grenzwertig“ gewesen und „unter die Haut gegangen“.
Für die Entscheidung der 160 Vertreter bei der Volksbank Mindener Land und der 350 der Volksbank in Schaumburg im Dezember stellt er aber klar: „Wir erwarten eine deutlich nachdrücklichere Zustimmung als die benötigten 75 Prozent.“
Zuversichtlicher zeigt sich Schorling und versichert im Hinblick auf die nach intensiver Vorbereitung unerwartet gescheiterten Fusion der Volksbank in Schaumburg mit der Volksbank Hameln-Stadthagen: „Hier läuft es rund.“ Auch für die Volksbank Hameln-Stadthagen sei die „Tür nicht zugeschlagen“, allerdings derzeit auch nichts geplant.
Für die Zukunft der Volksbank Minden-Schaumburg scheint der Weg nun vorgezeichnet. Seit April stehen die beiden Banken miteinander im Gespräch. In den kommenden Tagen werden Kunden, Mitglieder und Mitarbeiter informiert. Ende Oktober, Anfang November stehen Mitgliedergespräche auf dem Programm. Die Vorstände werden nicht müde, die Vorteile einer Verschmelzung aufzuzählen. Schorling ist sich sicher: „Die Volksbank Minden-Schaumburg wird stärker sein als jedes Einzelinstitut.“
Für Kunden und Mitglieder bedeutet das nach Worten von Scherf eine bessere Kreditversorgung und mehr Beratungsangebote. Und auch die Kundenberater sollen als Ansprechpartner bleiben. Arbeitsplätze sollen bei der Fusion nicht verloren gehen. Schorling: „Es sind keine Kündigungen geplant oder nötig, weil wir uns ergänzen.“ Bei der Volksbank in Schaumburg herrsche Personalbedarf, der dann von Mitarbeitern der Volksbank Mindener Land gedeckt werden könne.
Auch aus Arbeitsschutzgesichtspunkten ergeben sich laut Scherf aus dem Zusammenschluss Vorteile. In den kommenden Tagen sollen offene Stellen in Schaumburg den Bankangestellten in Minden und umgekehrt im Intranet angeboten werden. Die bereits geleisteten Arbeitsjahre sollen bei einem Wechsel nicht verfallen. Und falls ein Mitarbeiter seinen Schritt doch bereuen sollte, könne er jederzeit wieder zurückwechseln.
Was die gemeinsam insgesamt 46 Filialen betrifft, ist in Schaumburg nach Worten von Schreeck keine Schließung geplant. In Minden werden noch einige der 25 Geschäftsstellen wegfallen. Scherf: „Den Weg, den wir in Minden eingeschlagen haben, werden wir auch weitergehen.“
Die Fusionskosten sollen so gering wie möglich gehalten werden. Um Grunderwerbssteuer einzusparen, wird der neue Verwaltungssitz des Bankinstitutes in Minden sein, da die Volksbank in Minden das höhere Sachanlagevermögen besitzt. Der juristische Sitz soll dann in Rinteln sein.

Das sagt die Volksbank Hameln-Stadthagen

Michael Joop, Vorstandsvorsitzender Volksbank Hameln-Stadthagen sieht der geplanten Fusionierung der Volksbanken Schaumburg und Mindener-Land gelassen entgegen. „Ich habe deswegen keine unruhigen Nächte“, versichert Joop aus Anfrage dieser Zeitung. Schließlich dringe die geplante Volksbankfusion Minden-Schaumburg nicht in den Geschäftsbereich der Volksbank Hameln-Stadthagen ein. „Wir sind super aufgestellt und unser Geschäft läuft gut“, sagt der Vorstandsvorsitzende.
„Es gibt die Tendenz, dass sich Banken zu größeren Einheiten zusammenschließen“, erklärt Joop. Das mache aber nur Sinn, wenn sich zwei starke Banken zusammentun. „Von der Größenordnung her passt das schon mal“, beobachtet Joop. Die Volksbank Hameln-Stadthagen selbst befinde sich zurzeit in keinen Gesprächen mit möglichen Partnern. „Mit Blick auf die Landkarte gebe es da sicher Möglichkeiten, aber es sollte dann auch eben passen“, so Joop. Anfang 2012, als sich eine Fusionierung der Volksbank in Schaumburg mit dem Kreditinstitut unter der Führung Joops auf der Zielgeraden gescheitert war, habe es eben „zu der Zeit nicht gepasst“. js

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