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Aus dem Landkreis Von Kopfpauschale bis Doku-Qual
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Von Kopfpauschale bis Doku-Qual
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21:34 22.11.2012
Elisabeth Stummeier (von links), Edith Seddig, Karsten Becker, Constantin Moor, Friedrich Schütte und Petra Tiemann. Quelle: rg
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Landkreis (ssr). Vor rund 40 Zuhörern in der BKK 24-Lounge nannten Fachleute vor dem Hintergrund ihrer Berufserfahrung Punkte mit akutem Reformbedarf. „Der Pflegenotstand ist in Schaumburg angekommen“, umschrieb Elisabeth Stummeier vom Diakonie-Pflegedienst Schaumburg (Bückeburg) den Mangel an Fachkräften: „Diese sind kaum zu bekommen.“ Auf Leitungsstellen würden „sogar Kopfpauschalen gezahlt“. Hinderlich sei zudem „die Quälerei mit überbordender Dokumentations-Bürokratie“, kritisierte Stummeier.

„Das Image des Pflegeberufs gehört angehoben“, plädierte Edith Seddig, Leiterin des Rosenhof Seniorensitzes (Stadthagen). Erforderlich sei zudem, für dringend benötigte, fachlich zumeist bestens qualifizierte ausländische Pflegekräfte die formalen Sprachanforderungen zu senken.

BKK 24-Geschäftsführer Friedrich Schütte (Obernkirchen) bemängelte, die Pflegestufen seien „zu starr justiert“. Allen Beteiligten wäre geholfen, wenn „flexibler nach individuellem Bedarf agiert werden könnte“. Der Bückeburger Allgemeinmediziner Ulrich Moor fasste die übereinstimmende Meinung aller Podiumsteilnehmer mit dem Satz zusammen: „Die fehlende Wertschätzung ist eine Hauptursache des Pflegenotstands.“

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