Kreis Schaumburg. Mit der Aktion wollen die evangelischen Kirchen daran erinnern, „dass der Rhythmus des Jahres geprägt ist von christlicher Tradition: Warten, Vorfreude und Vorbereitung machen die Adventszeit zu einer besonderer Jahreszeit“, sagte Josef Kalkusch, Pressesprecher der Schaumburg-lippischen Landeskirche, bei der Vorstellung des diesjährigen Kampagne-Plakates.
Es gehe darum, sensibler zu werden für den Rhythmus des Kirchenjahres, fuhr Kalkusch fort. „Wenn Mitte Oktober schon in den Supermärkten Schokoladen-Nikoläuse und Spekulatius präsentiert und sogar schon gekauft werden, droht die Adventszeit an Bedeutung und Sinn zu verlieren.“ Das gleiche gelte auch für die mancherorts immer früher beginnende Advents- und Weihnachtsdekoration in den Geschäften und Fußgängerzonen.
Es habe sich aber in den vergangenen Jahren gezeigt, dass viele Menschen dem Anliegen der Aktion zustimmen und die Zeiten des Kirchenjahres neu entdecken, so der Pressesprecher. Die stille Zeit im November bilde den Abschluss des Kirchenjahres und werde einerseits vom katholischen Totengedenken (Allerheiligen, Allerseelen), andererseits vom protestantischen Ewigkeitssonntag (Totensonntag) begrenzt.
Der Monat November diene der Besinnung. Werden und Vergehen, der Wechsel der Jahreszeiten, Buße und Neuanfang prägten diese Zeit des Jahres. „Die sogenannten Kalendertrauertage im November sind der Riegel, der erst weggeschoben werden muss, ehe sich die erste Tür des Adventskalenders öffnet“, sagte Kalkusch. Wer das auszuhalten wisse, könne die Zeit der Vorfreude des Advents dann umso intensiver erleben, schloss der Geistliche. r, ssr
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