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Vorsicht mit dem Frikassee!

SN-Sicherheitswochen Vorsicht mit dem Frikassee!

Viele Unfälle passieren bekanntlich im Haushalt. Das gilt auch für Feuer. Angebranntes Essen oder Fett sind die Hauptursache für Haus- und Wohnungsbrände. Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote weiß aus langjähriger Erfahrung, um die Gefahren und warnt in der Weihnachtszeit besonders vor brennden Kerzen.

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Quelle: dpa

Eigentlich soll man es nicht tun, das weiß jeder. Oder zumindest hat es jeder schon einmal gehört. Doch die Realität in der Küche sieht anders aus: Wenn dann jemand unerwartet an der Tür läutet, plötzlich das Telefon klingelt oder eine andere kurzfristige, dringende Angelegenheit ruft, dann lassen wir unser Essen doch mal auf dem Herd stehen. Es ist ja nur für kurze Zeit.

Meist hat das auch tatsächlich keine weiteren Auswirkungen – sieht man einmal von möglicherweise etwas zu gut gebräuntem Essen ab. Das ist zwar ärgerlich und riecht, mehr aber auch nicht. Genau solche Situationen können jedoch auch ganz anders ausgehen, wie Klaus-Peter Grote weiß: „Die Hauptursache für Haus- und Wohnungsbrände sind angebranntes Essen und Fett, das sich entzündet“, sagt der Schaumburger Kreisbrandmeister.

Der Brandschutz-Fachmann spricht dabei aus langjähriger Erfahrung. Besonders im Winter seien die eigenen vier Wände anfällig für Gefahren, ergänzt Grote. „Gerade jetzt, wo es auf die Weihnachtsfeiertage zugeht, stellen die Menschen häufig Kerzen auf. Auch Tannenzweige und ganze Tannenbäume sind potenzielle Brandherde“, erzählt er weiter. So gilt in diesen Fällen ebenso wie beim Essen: nicht unbeaufsichtigt lassen. Denn gerade die Verbindung von Feuer und trockenem Gehölz, wie sie häufig zum Beispiel in Form von Adventskränzen auf die Tische kommt, kann leicht in Brand geraten.

Kabelbrände kein besonderer Gefahrenherd

Oft kämen solche Haus- und Wohnungsbrände jedoch nicht vor, erklärt Grote. „Statistisch kann man das schwer ausmachen, weil man viele Kategorien zusammenrechnen müsste und auch nicht bei allen Bränden die Ursachen zweifelsfrei ermittelt werden können. Nach Gefühl würde ich aber sagen, dass wir im Jahr circa zehn bis fünfzehn solcher Fälle haben.“ Bei ungefähr 350 Einsätzen pro Jahr sei diese Zahl recht gering. Auch Kabelbrände sind Grote zufolge kein besonderer Gefahrenherd. Häufig seien es stattdessen nämlich Verkehrsunfälle und Großbrände, zu denen die Feuerwehren des Landkreises ausrücken müssen.

Was in jedem Fall gut zu wissen ist: Auch bei einer selbst verschuldeten Brandursache ist das Alarmieren der Feuerwehr nicht kostenpflichtig – zumindest solange nur eine leichte und keine grobe Fahrlässigkeit oder gar ein Vorsatz vorliegt. Im Notfall sollte also niemand Hemmungen davor haben, die professionellen Brandbekämpfer zu rufen, die in jedem Fall wissen, was zu tun ist. Denn oft bleiben nur wenige Minuten, um das Haus im Brandfall zu verlassen. Rauchmelder können hier wertvolle Zeit verschaffen.

Fängt in den eigenen vier Wänden aller Vorsicht zum Trotz doch einmal etwas Feuer, kann aber auch jeder selbst erste Maßnahmen treffen – vorausgesetzt, dafür wurde vorgesorgt. Feuerlöscher mit Wasser oder Schaum sowie spezielle feuerfeste Löschdecken sind im Handel erhältlich und können schwere Brände verhindern. Bei Fettbränden empfiehlt „Stiftung Warentest“ sogar ganz einfach feuchte Handtücher: Kurz einweichen, auswringen und über das brennende Gefäß werfen. Und generell gilt auch hier: Rauchmelder können Schlimmes verhindern. crs

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