Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
„Vorsichtiger Optimismus“ in Sachen Altlast

Münchehagen / Monitoring „Vorsichtiger Optimismus“ in Sachen Altlast

Meldungen über ein verändertes Monitoring für die gesicherte Altlast Münchehagen haben die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Grant-Hendrik Tonne und Karsten Becker veranlasst, sich Sicherungskonzeption, Systemdynamik und die Langzeitperspektive vor Ort erläutern zu lassen.

Voriger Artikel
Taucher machen „Brissago“ wieder flott
Nächster Artikel
Atemschutzgeräteträger üben am Steinzeichen

Die Messungen sollen sich künftig stärker auf den Deponiekörper konzentrieren.

Quelle: jpw

Münchehagen. Mit den Worten „Wir haben nichts verändert“, empfing der Abteilungsleiter Erhard Edom aus dem niedersächsischen Umweltministerium den Besuch aus Hannover. Dass eine Messstation auf nordrhein-westfälischer Seite abgeschaltet worden sei, wertete er eher als ein „Zeichen des Vertrauens“.

 Was die Langzeitperspektive der früheren Sondermülldeponie angeht, zeigte sich Edom vorsichtig optimistisch: „Wir haben Glück im Unglück gehabt, dass der Standort eigentlich für eine Sondermülldeponie sehr gut geeignet ist.“ Sein Mitarbeiter Uwe Kallert bestätigte dies. Fatal sei „die Art und Weise“ gewesen, in der dort eingelagert worden sei.

 Rund 400000 Euro kostet das Projekt Münchehagen jährlich, insgesamt schätzt Kallert die Gesamtinvestitionen für die öffentliche Hand auf einen „dreistelligen Millionenbetrag“. Allein die seitliche Umschließung habe rund 30 Millionen Euro gekostet.

 Henning Schröder, Abteilungsleiter der Niedersächischen Gesellschaft zur Endlagerung von Sonderabfall (NGS), die die gesicherte Altlast betreut, skizzierte die wichtigsten Ergebnisse des kontinuierlichen Messungs- und Beprobungsprogrammes. Demnach gibt es nach der Abdichtung von oben und von der Seite keine Hinweise auf Schadstoffausträge aus der Deponie mehr.

 Versucht werde derzeit, einen Systemzustand ohne äußere Eingriffe herzustellen. So ist die Gasabsaugung eingestellt und auf ein passives, auf Luftdruck reagierendes System mit Aktivkohlefilter umgestellt. „Verschwindend gering“ seien die Mengen an austretendem Wasser. Das „Monitoring“, also die Messungen, solle sich künftig noch stärker auf den Deponiekörper selbst konzentrieren. Das Wissen über den Deponiestandort wollen NGS-Mitarbeiter langfristig für kommende Generationen sichern.

 Überlegt werde, den Vertragspartnern den Rückbau der großen Deponiewasser-Speicherbehälter vorzuschlagen. Diese seien. so berichtete Kallert, auf Wunsch der Politik gebaut worden und nie im Einsatz gewesen. jpw

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg