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Aus dem Landkreis WIR/Linke wollen zweite IGS-Oberstufe
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis WIR/Linke wollen zweite IGS-Oberstufe
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00:18 14.08.2017
Symbolbild Quelle: DPA
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LANDKREIS

„Es ist allerhöchste Zeit für eine zweite IGS-Oberstufe“, meint Gruppensprecher Richard Wilmers (WIR). Denn die bisher einzige Oberstufe an der IGS in Stadthagen „platzt aus allen Nähten“. Im gerade begonnenen Schuljahr seien dort für den elften Jahrgang 234 Schüler aufgenommen worden. Laut Klassenbildungserlass, der 26 Schüler pro Klasse vorsieht, ergäben das neun Klassen. „Aus Raummangel“, so Wilmers, seien aber nur acht Klassen gebildet worden. Diese seien deshalb „übervoll, was pädagogisch nicht sinnvoll ist“. Dazu komme, dass diese Oberstufe wegen ihrer Übergröße an zwei Standorten arbeiten müsse. „Das macht optimale Lehrer-Schüler-Bezüge schwierig“, ist Wilmers überzeugt.

Zudem sei für die schon jetzt kreisweit größte gymnasiale Oberstufe an der IGS in Stadthagen künftig noch mehr Zulauf zu erwarten, wenn nicht Entlastung geschaffen werde, argumentiert Metin Duygu (Die Linke). Denn wenn auch die ersten Absolventen der IGS in Rinteln demnächst diese Schule mit einen erweiterten Sekundarabschluss I verlassen, dürften sich die Anmeldezahlen an der Oberstufe noch weiter erhöhen. Doch die Kapazitäten seien schon jetzt „mehr als überfüllt“. Wilmers dazu: „Wir sind deshalb also überzeugt, dass wir Druck für eine zweite IGS machen müssen und schieben das jetzt an.“

„Eine überschaubare Größe kommt allen Beteiligten zugute“

Für den Standort einer zweiten Oberstufe sei die IGS Rodenberg „Topfavorit“, verdeutlicht Duygu. Diese IGS verfüge über die größte Absolventenzahl am Ende der Sekundarstufe I. Zudem sei dort der Wunsch der Schule, in der Elternschaft und in der örtlichen Politik für eine Oberstufe vorhanden. Nicht zuletzt steige die Bevölkerungszahl im Osten des Landkreises deutlich an, was für noch mehr Schüler sorgen werde.

Nach Einschätzung von Wilmers verfüge eine mögliche IGS-Oberstufe in Rodenberg über die Kapazität einer Vier- bis Fünfzügigkeit. Denn zusätzlich zu den eigenen Schülern würden diejenigen, die derzeit zu Oberstufen nach Bad Münder oder in die Region Hannover pendeln, dazukommen. Für die IGS-Oberstufe in Stadthagen würde demnach mittelfristig immer noch eine Sechs- bis Siebenzügigkeit verbleiben.

Das wären beides organisatorisch und pädagogisch viel sinnvollere Einheiten als die jetzige übervolle Achtzügigkeit der IGS-Oberstufe in Stadthagen, sind Wilmers und Duygu überzeugt. „Eine überschaubare Größe kommt allen Beteiligten zugute“, so der frühere IGS-Leiter Wilmers: „Dann können Schüler besser individuell betreut und gefördert werden.“ Wilmers und Duygu rechnen fest damit, dass ihr Antrag schon auf der nächsten Sitzung des Schulausschusses beraten wird. ssr

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