Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Wärmstes Jahr seit 500 Jahren

Klima Wärmstes Jahr seit 500 Jahren

 Nach den Auswertungen des Niederländischen Wetterdienstes wird 2014 in ganz Europa als das wärmste Jahr seit mindestens 500 Jahren in die Analen eingehen. Bis auf den recht kühlen Mai und einen deutlich zu kühlen August waren alle übrigen Monate in Norddeutschland überwiegend deutlich zu warm.

Voriger Artikel
Kinderfeuerwehren 2015 forcieren
Nächster Artikel
Ausweitung des GVH-Tarifs oberstes Ziel

Landkreis.  Nach einem äußerst milden, schneearmen und sehr trockenen Winter mit nur einer längeren Kälteperiode im letzten Januardrittel, konnten sich die Landwirte und Hobbygärtner über ein nahezu perfektes Frühjahr freuen. Die hohen Temperaturen und der zunächst üppige Sonnenschein sorgten für ideale Wachstumsbedingungen. Nach einer langen „Durststrecke“ im März fielen im April und im Mai die von der Vegetation benötigen Niederschläge.

 In bester Erinnerung blieb das Pfingstwochenende. Für die Jahreszeit außergewöhnlich heiße Luft aus Nordafrika ließ die Temperaturen zwischen dem 7. und 10. Juni im Schaumburger Land auf 29 bis 31 Grad klettern. Nach diesem hoffnungsvollen Start tat sich der Sommer lange schwer. Erst zum Ende des Siebenschläferzeitraums Anfang Juli wendete sich das Blatt. Ein umfangreiches und stabiles Skandinavienhoch, das seinen Einfluss bis zu den Mittelgebirgen ausdehnte, brachte Norddeutschland mit östlichen Winden wochenlang ideal temperiertes Bade- und Freizeitwetter.

 In der zeitweise recht schwülen Luft entwickelten sich hin und wieder intensivere Regengebiete, und teils unwetterartige Schauer und Gewitter sorgten immer mal wieder für Unruhe. Im Vergleich zu früheren Jahren ging das Ganze aber glimpflich ab, sodass sich die Schäden durch lokale Überflutungen oder vollgelaufenen Kellern in Grenzen hielten. Mit 32,9 Grad meldete zum Beispiel Bückeburg am 19. Juli den heißesten Tag des Jahres.

 Mitte August nahte dann die kalte Dusche. Ein atlantisches Sturmtief aus Nordwesten läutete mit wechselhaftem und zeitweise sehr kühlem und trübem Wetter das Ende des Sommers ein. Zwei Wochen lang probte der August den Herbst, bevor ein sonniger und warmer Septemberstart den Landkreis aus dem Wetterstress holte.

 Der Herbst stand ganz im Zeichen der Wärme. Südliche Winde sorgten für einen nicht enden wollenden Altweibersommer im Oktober. Mit einem Wärmeüberschuss von rund drei Grad war der zentrale Herbstmonat in Schaumburg der drittwärmste seit Beginn der Messungen.

 Die T-Shirt-tauglichen Temperaturen hielten sich bis in den November hinein. So eröffnete der Monat am ersten Tag auch gleich mit einem Paukenschlag von fast 20 Grad, der nach 1968 zweithöchsten Novembertemperatur bisher. Auch danach lief nichts normal. Auf einen in dieser Kombination einzigartigen sehr milden, trockenen und sonnigen November, folgten viele zu warme, tropfnasse und stürmische Dezembertage. Bis zum ersten Weihnachtstag blieben Schneeflocken ein Fremdwort. Das änderte sich vorübergehend erst in der Zeit zwischen den Jahren.

 In Bückeburg erreichte die Jahrestemperatur 11,4 Grad. Damit war 2014 um 0,4 Grad wärmer als das bisherige Rekordjahr 2000, gemessen an der schon von der Erwärmung geprägten aktuellen Klimaperiode (1981 bis 2010) sogar um satte 1,5 Grad. Bemerkenswert war auch die – trotz aller Wärme – nur knapp durchschnittliche Sonnendauer (1440 Stunden/95 Prozent vom Soll), während es bei den Niederschlägen ziemlich ausgeglichen zuging (688 Millimeter/97 Prozent vom Soll).

von Reinhard Zakrzewski

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg