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Schaumburger Frauen auf der Jagd Waidfrausheil

Bei einem Spaziergang im Wald ist es in Schaumburg gar nicht mal so unwahrscheinlich eine Frau auf dem Hochsitz zu erspähen. Die Jägerschaft ist inzwischen keine reine Männerdomäne mehr und immer mehr Frauen absolvieren die Jagdscheinprüfung. Im Landkreis gehören inzwischen knapp elf Prozent zur Jägerschaft Schaumburg.

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Katharina Sassenberg, Geschäftsführerin der Jägerschaft Schaumburg, ist bei der Jagd hoch konzentriert und weiß, dass Frauen ihren männlichen Kollegen in nichts nach stehen. 

Quelle: pr.

LANDKREIS. „Derzeit gehören 93 Frauen bei insgesamt 850 Mitgliedern zur Kreisjägerschaft“, erklärt Katharina Sassenberg. Die Geschäftsführerin der Jägerschaft Schaumburg zählt ebenfalls zu den Frauen mit Jagdrecht. Sassenberg erklärt, dass an erster Stelle für das Interesse an einer Jagdscheinausbildung natürlich die Begeisterung für die Natur im Allgemeinen steht. Einer der Ausbildungsschwerpunkte im Landkreis heiße deshalb auch „Naturschutz, Hege und Jagdbetrieb“.

Doch auch ein Hund sei bei vielen ein Weg, um zur Jagd zu kommen. „Viele Frauen entdecken ihre Passion durch die Hundeausbildung“, weiß Sassenberg. Die Jagdhunderassen sind vielfältig. So bringe jede Rasse von Natur aus besondere Fähigkeiten mit sich, die dann in einer speziellen Ausbildung intensiviert und gefestigt werden. „Zu den speziellen Aufgaben eines Jagdhundes gehören dabei Stöbern, Suchen und Apportieren, und natürlich absoluter Gehorsam.“ Wichtig sei dabei aber immer, dass der Hund als Freund und Partner des Jägers angesehen werde. Aber auch der Partner oder ein anderes Familienmitglied welches bereits aktiv in der Jagd tätig ist, kann Anlass sein, um Jägerin werden zu wollen. „Manchmal möchte die Frau dann nicht nur mitlaufen, sondern auch eigene Jagderlebnisse erfahren“, sagt die aktive Jägerin und Hundebesitzerin.

Gleichberechtigte Partner

„Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass wir Frauen mittlerweile als gleichberechtigte Partner von unseren männlichen Jagdkollegen akzeptiert werden“, so Sassenberg. Sie habe außerdem meistens den Eindruck, dass Frauen bei der Jagd eher als Bereicherung denn als Konkurrenz angesehen werden. „Wir sind einfach eine tolle Gemeinschaft und ziehen an einem Strang, da spielt das Geschlecht keine Rolle.“

Bei der Jagd stehen die Waidfrauen ihren männlichen Kollegen in nichts nach. „Bei der Bergung des erlegten Wildes stößt man eventuell auch mal an seine Grenzen, aber das ist bei den Männern nicht anders“, erklärt Sassenberg. Sollte es doch mal schwierig werden, dann ist immer Verlass auf die Jagdkollegen. „Man kann immer anrufen und dann ist immer jemand sofort zur Stelle“, weiß die Geschäftsführerin. In der Öffentlichkeit sei das Erstaunen immer noch groß, wenn sich eine Frau als Jägerin bekennt.

Von einer steigenden Tendenz in der Jägerschaft Schaumburg möchte Sassenberg nicht sprechen: „ Die Zusammensetzung des Jungjägerlehrgangs ist wirklich jedes Jahr verschieden.“ Von den insgesamt zur Verfügung stehenden 23 bis 24 Ausbildungsplätzen, die die Jägerschaft Schaumburg jedes Jahr anbiete, seien es mal zehn Teilnehmerinnen, manchmal aber auch nur drei in den vergangenen Jahren gewesen. Die Alters- und Berufsstruktur ist dabei breit gefächert. vr

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