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Aus dem Landkreis Wechsel im Landesjugendpfarramt
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Wechsel im Landesjugendpfarramt
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21:20 26.10.2018
Landesbischof Karl-Hinrich Manzke (Mitte) verabschiedet Lutz Gräber (links) und heißt dessen Nachfolger Lennart Meißner im Landesjugendpfarramt willkommen. Quelle: ssr
Landkreis

Zugleich wurde der aus der württembergischen Landeskirche gewechselte Theologe Lennart Meißner (40) als Nachfolger in das Amt eingeführt. Die von Landesbischof Karl-Hinrich Manzke geleitete Feier fand im Stadthäger Jakob-Dammann-Haus statt, seit einer Woche neuer Sitz des Landesjugendpfarramtes.

Gräber habe in der langen Zeit seines Wirkens als Jugendpastor „viele Jugendliche geprägt“, würdigte Manzke, und habe dabei „in bewundernswerter Weise eine von Leidenschaft gekennzeichnete Arbeit geleistet“. Der Bischof fügte hinzu: „Mit dieser Leidenschaft brauchen wir Sie jetzt im Landeskirchenamt.“ Mit Blick auf Nachfolger Meißner, der schon in Württemberg lange Zeit Jugendpastor und Schülerpfarrer gewesen ist, hob Manzke hervor: „Sie bringen jede Menge Erfahrung mit in unsere Kirche.“ Meißner stehe wie einige neue junge Mitarbeiter des Landesjugendpfarramtes dafür, „dass frische Impulse in die Jugendarbeit kommen werden“.

Brot und Salz für Würze in der Arbeit

Der Landesjugendpastor der braunschweigischen Landeskirche, Lars Dedekind, überbrachte Meißner namens der bundesweiten Konferenz evangelischer Landesjugendpastoren Brot und Salz als Symbol „für Würze in der künftigen Arbeit“. Für die Stadthäger St. Martini-Gemeinde rief Oberprediger Martin Runnebaum Meißner zu: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.“ Der ausscheidende Gräber habe stets „mit viel Kreativität, Phantasie und Gestaltungswillen“ gewirkt, würdigte Joachim Büge, Geschäftsführer im Landesjugendpfarramt.

In einer kurzen Ansprache drückte Gräber „große Dankbarkeit für viele gute Begegnungen und Gespräche und den guten Zusammenhalt in der hiesigen evangelischen Jugendarbeit“ aus. Nachfolger Meißner warb für „eine Kirche, die den Kontakt gerade auch zu den Menschen sucht, die den Weg in Kirche und Gemeindehaus nicht finden“.

Angebote für junge Menschen

Gräber hatte sich in den vergangenen Jahren in der Landessynode erfolgreich dafür eingesetzt, dass das Landesjugendpfarramt zusätzlich mit zwei Diakonenstellen im Bereich Jugendarbeit, einer Musiker- und einer Diakonenstelle im Bereich der Schulsozialarbeit ausgestattet wurde. Meißner möchte nach eigenem Bekunden unter anderem die Kirchengemeinden in den Blick nehmen, in denen es bisher keine oder nur wenige Angebote für junge Menschen gibt.

Die Funktion des Landesjugendpastors ist in der kleinen hiesigen Landeskirche mit einer halben Stelle ausgestattet. Wie schon Gräber wird auch Meißner darüber hinaus mit einer weiteren halben Stelle als Schulpastor tätig sein. Von Stefan Rothe