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Weg frei für GVH-Tarif auf Einzeltickets

Schaumburg Weg frei für GVH-Tarif auf Einzeltickets

Der Landkreis Schaumburg subventioniert die für Anfang 2016 geplante Ausweitung des günstigen GVH-Bahntarifs auf Einzeltickets. Einstimmig hat der Kreistag am Dienstag beschlossen, dafür jährlich 338 000 Euro zur Verfügung zu stellen.

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Bahnkunden aus Schaumburg, die ab Anfang 2016 Einzeltickets nach Hannover lösen, müssen dafür deutlich weniger tief in die Tasche greifen. 

Quelle: rg

Landkreis. Landrat Jörg Farr betonte, mit der Ausweitung gehe „ein lang ersehntes Ziel in Erfüllung“. Der bisherige „Tarifbruch“ für Einzelfahrten zwischen Haste und Lindhorst sei „unsinnig und keinem Bahnkunden zu erklären“. Dieser werde mit der Ausweitung des GVH-Tarifs auf Einzeltickets nun beseitigt.
Es handele sich für die betroffenen Bahnkunden um eine „beeindruckende, markante Kostenermäßigung“, hob Farr hervor. Für in Lindhorst zusteigende Bahnnutzer betrage er 25 Prozent, für Fahrgäste ab Bückeburg sogar 40 Prozent, rechnete der Landrat vor.
Damit seien künftig Einzelfahrten nach Hannover „auch für Bürger mit weniger Geld im Portemonnaie machbar“, fuhr Farr fort. Es sei darüber hinaus zu hoffen, dass „möglichst viele zusätzliche Autofahrer ihren Wagen stehen lassen und mit der Bahn nach Hannover fahren“.
Christiane Reckmann (SPD) bekundete, sie sei froh, dass der langwierige Verhandlungsprozess zwischen den beteiligten Behörden und Verkehrsunternehmen zu diesem Ergebnis geführt habe. Der finanzielle Beitrag des Landkreises dazu sei „eine gute Investition“.
Die Verbesserung „kommt durch die erhebliche Preisabsenkung direkt den Bürgern zugute“, fuhr Reckmann fort. Der Schritt erhöhe die Attraktivität des Landkreises und stelle einen guten Beitrag dazu dar, den ÖPNV weiter auszubauen.
Namens der CDU erklärte Petra Ritter, auch die Union stimme der Subventionierung gerne zu. Sie brachte in Erinnerung, dass es die CDU gewesen sei, welche das Thema im März 2011 erstmals in einem Gremium des Kreistags auf die Tagesordnung gebracht habe.
Ein Ergebnis der „zähen Verhandlungen“ sei gewesen, dass sich auch das Land Niedersachsen mit einer Anschubfinanzierung beteiligt. Ritter weiter: „Ende gut, alles gut – es handelt sich um einen echten Gewinn für die Bürger Schaumburgs“. ssr

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