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Aus dem Landkreis Weg frei für GVH-Tarif auf Einzeltickets
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Weg frei für GVH-Tarif auf Einzeltickets
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00:25 19.06.2015
Bahnkunden aus Schaumburg, die ab Anfang 2016 Einzeltickets nach Hannover lösen, müssen dafür deutlich weniger tief in die Tasche greifen.  Quelle: rg
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Landkreis

Landrat Jörg Farr betonte, mit der Ausweitung gehe „ein lang ersehntes Ziel in Erfüllung“. Der bisherige „Tarifbruch“ für Einzelfahrten zwischen Haste und Lindhorst sei „unsinnig und keinem Bahnkunden zu erklären“. Dieser werde mit der Ausweitung des GVH-Tarifs auf Einzeltickets nun beseitigt.
Es handele sich für die betroffenen Bahnkunden um eine „beeindruckende, markante Kostenermäßigung“, hob Farr hervor. Für in Lindhorst zusteigende Bahnnutzer betrage er 25 Prozent, für Fahrgäste ab Bückeburg sogar 40 Prozent, rechnete der Landrat vor.
Damit seien künftig Einzelfahrten nach Hannover „auch für Bürger mit weniger Geld im Portemonnaie machbar“, fuhr Farr fort. Es sei darüber hinaus zu hoffen, dass „möglichst viele zusätzliche Autofahrer ihren Wagen stehen lassen und mit der Bahn nach Hannover fahren“.
Christiane Reckmann (SPD) bekundete, sie sei froh, dass der langwierige Verhandlungsprozess zwischen den beteiligten Behörden und Verkehrsunternehmen zu diesem Ergebnis geführt habe. Der finanzielle Beitrag des Landkreises dazu sei „eine gute Investition“.
Die Verbesserung „kommt durch die erhebliche Preisabsenkung direkt den Bürgern zugute“, fuhr Reckmann fort. Der Schritt erhöhe die Attraktivität des Landkreises und stelle einen guten Beitrag dazu dar, den ÖPNV weiter auszubauen.
Namens der CDU erklärte Petra Ritter, auch die Union stimme der Subventionierung gerne zu. Sie brachte in Erinnerung, dass es die CDU gewesen sei, welche das Thema im März 2011 erstmals in einem Gremium des Kreistags auf die Tagesordnung gebracht habe.
Ein Ergebnis der „zähen Verhandlungen“ sei gewesen, dass sich auch das Land Niedersachsen mit einer Anschubfinanzierung beteiligt. Ritter weiter: „Ende gut, alles gut – es handelt sich um einen echten Gewinn für die Bürger Schaumburgs“. ssr

WGS-Mann sorgt für Eklat

Zu einem Eklat gekommen ist es während der Sitzung des Kreistages bei einem Antrag der WGS zu einem frauenpolitischen Thema. Als der WGS-Abgeordnete Heinrich Sasse wiederholt aus einem vertraulichen Protokoll des Kreisausschusses zitierte, machte sich in den Reihen der anderen Fraktionen Empörung breit, weil dies nicht zulässig ist. Schließlich verließen die meisten der Abgeordneten den Saal.

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