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Aus dem Landkreis Weibels wird's wahrscheinlich
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Weibels wird's wahrscheinlich
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00:22 30.03.2015
Silke Weibels möchte neue Vorsitzende der Kreisjugendfeuerwehr werden. Quelle: js
Landreis (js)

Eigentlich sollte der Nachfolger von Fabian Deus, der Ende vergangenen Jahres aus persönlichen Gründen zurückgetreten ist, bereits im Februar feststehen. Allerdings musste sich die mögliche neue Führungsriege erst finden.

Jan Heinemann, bislang einer der Stellvertreter Deus', stand für das Amt des Vorsitzenden nicht zur Verfügung. Zu den Gründen wollte sich der 32-Jährige nicht äußern. „Die vergangenen drei Jahre waren sehr arbeitsintensiv. Wir haben nicht nur ehrenamtlich den deutschen Jugendfeuerwehrtag, sondern auch das Kreiszeltlager mit 1200 Teilnehmern organisiert“, kommentierte die Sozialpädagogin den Umstand, dass in kürzester Zeit gleich zwei Führungskräfte der Kreisjugendfeuerwehr nicht mehr zur Verfügung stehen.

Entsprechend bemühte sich der Vorstand in den vergangenen Wochen um eine neue Strukturierung – mit Erfolg. So soll in der Geschäftsstelle an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Stadthagen bald mindestens einmal in der Woche eine Bürokraft aushelfen, die die „intensive Verwaltungsarbeit“ übernimmt.

Auch in der Führungsriege wird sich etwas ändern. Die bisherigen stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwarte Frank Prietzel und Mareike Schlüter werden sich zwar zur Wiederwahl stellen. Der bisherige vierte Stellvertreterposten von Weibels bleibt in Zukunft aber unbesetzt. Ein dritter Kandidat, dessen Namen Weibels zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verraten wollte, soll den unbesetzten Posten von Heinemann übernehmen.

Weibels ist bereits mit 16 Jahren in die Ortsjugendfeuerwehr Hülsede eingetreten. „Ich war das erste Mädchen dort“, sagt sie stolz. Nach langjähriger Tätigkeit als Betreuerin für den Nachwuchs wurde die verheiratete Mutter zweier Kinder (13 und 15) 2009 Fachbereichsleiter Kinderfeuerwehr der Kreisjugendfeuerwehr. Drei Jahre später übernahm die Lauenauerin eine der Stellvertreterposten des Kreisjugendfeuerwehrwartes und fühlt sich nun gewappnet, das Amt selbst zu übernehmen: „Ich wollte mich eigentlich nie zur Wahl stellen lassen. Aber dank der neuen Strukturen habe ich ein gutes Gefühl für die Zukunft“, sagt die 48-Jährige, die wahrscheinlich konkurrenzlos in die Wahl gehen wird.