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Weihnachtsgeschäft läuft mau an

Kauf hier Weihnachtsgeschäft läuft mau an

Die Straßen sind festlich geschmückt. Die Zeit der Bescherung naht. Kinder, aber auch Erwachsene freuen sich auf Geschenke. Der Handelsverband rechnet für dieses Weihnachtsgeschäft mit einem Umsatzzuwachs von knapp vier Prozent. Doch wie sieht die bisherige Bilanz der Einzelhändler Stadthagens aus?

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Im Gegensatz zu vielen ihrer Kollegen, ist Brigitte Rother-Treitz, Inhaberin der Boutique „Die Zwei“, mit dem bisherigen Weihnachtsgeschäft zufrieden.

Quelle: rg

Landkreis. Gut angelaufen sei das Weihnachtsgeschäft, bilanziert Brigitte Rother-Treitz. Dicke, wärmende Sachen seien vor allem in den wirklich kalten Tagen vermehrt gekauft worden, sagt die Inhaberin der Damenboutique „Die Zwei“. Schals und Tücher in allen möglichen Farben seien beliebte Geschenke, aber auch Capes seien nach wie vor ein großer Trend. Festlichere Blusen für die Weihnachtstage und Silvester seien aktuell auch sehr beliebt. In den letzten Tagen vor Heiligabend werde es bei ihr erfahrungsgemäß ruhiger. Dann stünden nur noch vereinzelt Männer im Geschäft, die noch Gutscheine oder kleine Geschenke für ihre Frauen suchen.

Adelt hofft auf ein großes Finale

Auf die nächsten beiden Wochen vor Heiligabend hofft hingegen Anja Adelt, Geschäftsführerin von „Spielmit“ in der Obernstraße. Denn bisher empfinde sie das bisherige Weihnachtsgeschäft als „eher verhalten“, aber in den nächsten beiden Wochen werde sich sicherlich noch „was tun“. Auch sie bekomme inzwischen deutlich zu spüren, dass viele Leute – „vielleicht aus Bequemlichkeit“ – im Internet einkauften. Adelt ärgert sich vor allem über Kunden, die sich im Geschäft beraten lassen und anschließend vom heimischen Sofa aus bestellen.

„Wir müssen uns dieser Herausforderung stellen.“ Individuelle Beratung, freundlichen Service und die Option, Dinge reparieren zu lassen, erachtet Adelt als Vorzüge eines solchen Geschäfts. Gerade für den Spielzeughandel ist das Weihnachtsgeschäft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, erwirtschaftet er doch in den Wochen vor dem Fest knapp ein Drittel des Jahresumsatzes. Begehrt seien in der Weihnachtszeit Klassiker wie Gesellschaftsspiele, Puzzle, Lego und Playmobil. „Ich finde es schön, dass trotz der ganzen Elektronik, immer noch ein bei den meisten ein traditionelles Spiel unter dem Baum liegt.“

"Da zieht das Geschäft noch mal richtig an"

Auch Jürgen Schneider zeigt sich mit dem bisherigen Verlauf des Weihnachtsgeschäftes nicht ganz zufrieden und liefert sogar Zahlen. „Im Vergleich zum Vorjahr haben wir einen Umsatzrückgang von etwa fünf Prozent. Das ist schon erheblich“, so der Geschäftsführer der in der Marktpassage gelegenen „Schreibinsel“. Den Grund für diese Entwicklung sieht er in einer Veränderung, die sich vor einigen Jahren zugetragen hat: „Mit dem Wechsel der Tchibo-Filiale in die Obernstraße hat diese Tendenz eingesetzt. Die freigewordene Fläche wurde im Anschluss nicht optimal besetzt.“ Dennoch blickt er mit Optimismus in die weitere Vorweihnachtszeit, weiß aus Erfahrung: „Die zwei Wochen vor Heiligabend sind für uns Händler immer die schönsten. Da zieht das Geschäft noch mal richtig an.“ Es scheint ein bundesweiter Trend zu sein, dass sich die Weihnachtseinkäufe immer weiter nach hinten verschieben. Der Handelsverband sieht als Grund für das schleppend startende Weihnachtsgeschäft die sehr lange Adventszeit in diesem Jahr.

Besonders gut gehen im aktuellen Weihnachtsgeschäft Geschenkartikel, Weihnachtsartikel und Bücher, so Schneider. Und ein Trend setze sich auch dieses Jahr nahtlos fort: „Der Verkauf von Kalendern, insbesondere von Wandkalendern, nimmt immer mehr zu.“

Erfahrungswerte stimmen zuversichtlich

Der Vorsitzende des Stadtmarketings (SMS) zieht für die ersten Wochen ein zufriedenes Fazit. „Soweit ist alles in Ordnung. Es läuft ähnlich wie in der Vorjahressaison“, erläutert Günter Raabe. Doch sehe er durchaus noch Luft nach oben. Allerdings stimmen Erfahrungswerte der Vergangenheit ihn zuversichtlich, dass es eine Steigerung geben wird: „Traditionell ist es so, dass die Leute in den ersten Wochen mehr in den größeren Städten einkaufen, ehe sich das Geschäft wieder in kleinere verlagert.“

Die Übersichtlichkeit, die die Kreisstadt auszeichnet, sei ein positiver Faktor. „Die Wege sind kurz, darüber hinaus bietet die Stadt eine gute Mischung von Filialisten und inhabergeführten Geschäften“, so Raabe. Auch die relativ gute Parkplatzsituation in der Stadt – die bei den Geschäftsleuten aber auch immer wieder für Kritik sorgt – leiste ihren Beitrag. ano, col

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