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Aus dem Landkreis Weihnachtshilfe erzielt 103 533 Euro
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Weihnachtshilfe erzielt 103 533 Euro
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14:28 08.02.2019
Ursula Müller Krahtz (vorne von rechts), Martina Kramer und Uwe Krusche vom Sozialverein Schaumburg nehmen den Spendenbetrag symbolisch von SN-Chefredakteur Marc Fügmann (hinten rechts) und Weihnachtshilfe-Koordinator Stefan Rothe entgegen. Quelle: rg
Landkreis

Erneut hat die großartige Spendenbereitschaft der Leserschaft bei der Aktion Weihnachtshilfe der Schaumburger Nachrichten für einen sechstelligen Betrag gesorgt. Bei der 24. Auflage dieses Hilfsprojekts kamen 103 533 Euro zusammen – das ist die dritthöchste Summe seit Bestehen der Aktion unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“.

Viele große Zahlungen auch von Privatpersonen

„Wir sind unseren Lesern sehr dankbar, dass sie der Aktion erneut die Treue gehalten haben“, sagte SN-Chefredakteur Marc Fügmann bei der symbolischen Übergabe des Betrages an den Sozialverein Schaumburg. Dessen Experten sorgen für eine sachgerechte Verteilung des Spendengeldes an Bedürftige im Landkreis. Er sei begeistert darüber, wieviel größere Zahlungen auch von Privatpersonen vorgenommen würden, ergänzte Fügmann. Gleichzeitig sei er „sehr beeindruckt, dass auch viele Menschen, die beim Lebensunterhalt selber rechnen müssen, sich trotzdem zum Beispiel mit zehn Euro an der Spendenaktion beteiligen“. Jeder Beitrag zähle, so der Chefredakteur.
Die Weihnachtshilfe stehe mittlerweile bei vielen Lesern „gleichsam als fester Posten auf dem vorweihnachtlichen Erledigungszettel“, ergänzte Weihnachtshilfe-Koordinator Stefan Rothe. Insgesamt belaufe sich die Spendensumme nach 24 Jahren auf 1,81 Millionen Euro, rechnete Rothe vor.

Fachgerechte Verteilung

„Wir danken im Namen der bedürftigen Empfänger allen Spendern, die zu dem diesjährigen Ergebnis beigetragen haben“, brachte Ursula Müller-Krahtz, die Vorsitzende des Sozialvereins, zum Ausdruck. „Die Schaumburger sind treu und so geprägt, dass sie ihr Spendegeld gerne für einen konkreten Zweck direkt um die Ecke vor Ort geben“, fügte sie hinzu: „Schön, dass die Spender sich so solidarisch zeigen.“

„Wir sind den Verantwortlichen des Sozialvereins sehr dankbar, dass sie mit viel ehrenamtlichem Einsatz und mit Herzblut für eine fachgerechte Verteilung des Geldes sorgen“, betonte Fügmann. Das ermögliche, dass der Spendenbetrag komplett an die Bedürftigen durchgereicht wird und kein einziger Euro für Verwaltungszwecke verwendet werden muss. Der Sozialverein arbeitet bei der Zuwendung der Spenden eng mit den Sozialexperten der Wohlfahrtsverbände und mit den Familienhelferinnen des Kreisjugendamtes zusammen.

Fast 300 Familien und Einzelpersonen bereits geholfen

Mit dem Spendengeld können nach den Worten von Martina Kramer, der Geschäftsführerin des Sozialvereins, im Laufe des Jahres gut 300 Familien und Einzelpersonen geholfen werden. Die Zuwendungen belaufen sich in der Regel auf einige Hundert Euro, im Einzelfall auch mal auf um die 1000 Euro. Das Geld werde nicht als Ersatz für Zahlungen von Behörden und in aller Regel auch nicht zur Schuldentilgung verwendet.

Das Geld wird nach Darstellung von Sozialvereins-Vize Uwe Krusche, zum Beispiel da eingesetzt, wo Bedürftigen die Energiekosten über den Kopf wachsen, wo das Geld für den Umzug fehlt, wo in der Großfamilie auf einen Schlag neue Schuhe für alle neun Kinder her müssen, wo für Bewohner von Behinderteneinrichtungen Brillen erforderlich sind oder wo die Reparatur eines Autos die Fortsetzung der Berufstätigkeit ermöglicht. „Es sind zum Teil erdrückende Lebensumstände, mit denen wir konfrontiert werden“, schildert Müller-Krahtz: „Und es ist schön zu sehen, welche herzliche Dankbarkeit bei den Empfängern für die Zuwendungen oft zum Ausdruck kommt.“