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Weitere 400 Flüchtlinge bis Weihnachten

Landkreis Weitere 400 Flüchtlinge bis Weihnachten

143 Flüchtlinge sind aktuell in Stadthagen untergebracht. Bis Weihnachten werden 400 weitere in den Landkreis Schaumburg kommen. Wie viele davon die Kreisstadt beherbergen muss, ist noch nicht klar.

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Stadthagen. Die händeringende Wohnungssuche geht weiter. Seit Mitte Oktober hat die Verwaltung nach eigenen Angaben Mietverträge über vier Wohnungen für 28 Menschen abgeschlossen. Ein weiterer Vertragsabschluss stehe unmittelbar bevor, für eine Wohnung, in der sechs Personen leben können. Wohnraum für rund 50 Personen befände sich aktuell in der Verhandlungsphase, weitere 20 Flüchtlinge könnten im Januar in dann hergerichteten städtischen Zimmern untergebracht werden.
Aktuell prüfe die Stadt mehre Mietangebote, erklärt Pressesprecherin Bettina Burger. „Weitere Angebote sind herzlich willkommen“, teilt sie schriftlich mit.

„Ab Januar wird es richtig eng“, sagt Kreissozialdezernent Klaus Heimann. Jetzt vor Weihnachten hat das Land die Zahlen deutlich erhöht. Vom 22. Dezember bis zum 3. Januar soll es nämlich keine neuen Zuweisungen von Flüchtlingen geben. Einer der Gründe dürfte sein, dass Mitarbeiter der Verwaltungen über die Feiertage halbwegs zur Ruhe kommen sollen.

Deshalb gilt es nun, noch einmal richtig ranzuklotzen. In Bückeburg gibt es die ehemalige Herderschule, in der 277 Flüchtlinge untergebracht werden können. Dank dieser Ex-Penne, sagt Heimann, „haut das gerade so hin“, was das Land dem Kreis abverlangt.
Wie atemlos die Dinge derzeit laufen, wird klar, wenn Heimann von den ursprünglichen Plänen für die Herderschule erzählt. So sollte einer der beiden vom Landkreis beanspruchten Flügel des Gebäudes erst im Januar bezogen werden. Da nun notwendige Arbeiten glücklicherweise schon vor Weihnachten abgeschlossen sind, werden wohl noch in diesem Jahr sämtliche 277 Plätze besetzt werden.
„Wir hoffen darauf, dass das Land das Tempo verringert“, sagt Heimann. Und, selbstredend, auf zurückgehende Flüchtlingszahlen. Die Unterbringung an sich bereite ihm keine Sorgen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel habe den Nagel auf den Kopf getroffen, als er Ende November sagte: „Unser Problem ist nicht die Zahl der Flüchtlinge, sondern die Geschwindigkeit, mit der sie kommen.“
Gemäß der Unterbringungsquote, die die Kommunen erfüllen müssen, wird Schaumburg bis zum Ende des Jahres 1800 Flüchtlinge aufgenommen haben. Hinzu kommen 600 Menschen in der Rintelner Prince Rupert School und 100 in ehemaligen Soldatenwohnungen in der Königsberger Straße in Bückeburg. Diese 700 gehören nicht zur Quote. Die Heime in Rinteln und Bückeburg gelten als Notunterkünfte und sind somit Landeseinrichtungen. jcp

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