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Weizen am Boden

Dauerregen schädigt Getreide Weizen am Boden

Wechselhaftes Wetter und Dauerregen haben auch den Schaumburger Landwirten zugesetzt. Die Gerste hat das Donnerwetter zwar nicht mehr erwischt, Weizen und Raps aber brauchen jetzt viel Sonne, um erntereif zu werden. Zudem muss der Boden jetzt erst einmal trocknen, damit die Mähdrescher fahren können.

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Weizenfeld in Gelldorf: Der Starkregen hat Spuren hinterlassen. 

Quelle: jcp

LANDKREIS. „Wo der Raps aufrecht steht, geht es“, beschreibt Achim Pohl die Situation beim pflanzlichen Öllieferanten. Der Obernkirchener Landwirt ist Vorsitzender des Landvolk Kreisverbands Weserbergland im Kreis Schaumburg. Viele Pflanzen aber hat der Regen niedergestreckt. Hinzu kommt, dass der Raps eine äußerst empfindliche Schote hat. Bei Regen und Wind platzt diese auf, das Korn fällt zu Boden und kann nicht mehr geerntet werden.

Glück haben die Landwirte mit dem Korn mit den langen Grannen, dessen Erntezeit vor dem großen Dauerregen beendet war. Pohl: „Die Gerste ist überall weg.“

Weizenqualität in Gefahr

Anders sieht es beim Weizen aus, der laut Pohl im Landkreis 50 Prozent der Getreideernte ausmacht. Der Weizen benötigt jetzt viel Sonne, um zu trocken. Der Landvolkvorsitzende: „Wir bräuchten 14 Tage Standwetter.“ Sonniges natürlich. Denn: Wie der Raps liegt vielerorts auch der Weizen auf dem Boden. Das Problem sei jetzt die Dauer bis zur möglichen Ernte und die Frage: „Stimmt der Proteinwert noch?“ Mit den Wochen sinke der Eiweißwert des Weizens, der für dessen Qualität ausschlaggebend sei. „Und nur Weizen mit hoher Qualität eigne sich zur Mehlproduktion“, klärt Pohl auf. Bleibe der Weizen noch vier Wochen auf dem Feld, sei er „nur noch als Tierfutter zu verwenden.“

Eine genaue Einschätzung der Ernteergebnisse allgemein wollte Pohl noch nicht geben. Dies könne erst nach dem Dreschen geschehen. Der Dauerregen mitten in der Ernte wirkt sich sicher negativ aus. Jedoch: Im Hinblick auf Landwirte in Hildesheim, wo es zu starken Überflutungen kam, „sind wir glimpflich davongekommen“, wertet Pohl. sk

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