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Welle der Hilfsbereitschaft für die Flüchtlinge reißt nicht ab

Schaumburg wird nicht müde zu spenden Welle der Hilfsbereitschaft für die Flüchtlinge reißt nicht ab

Das Warten darauf, dass die Menschen in der Jägerkaserne endlich registriert werden können, ist ermüdend. Sowohl für die Flüchtlinge in der Notunterkunft, als auch für die ehrenamtlichen Helfer, die sich um die Menschen dort kümmern. Müde beim Spenden werden aber sowohl die Helfer als auch Bürger und Firmen nicht.

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Landkreis. Viele Menschen aus Schaumburg haben einen Beitrag dazu geleistet, die Not der Flüchtlinge in der Jägerkaserne zu lindern. Die Belegschaft von Kaufland in Stadthagen, die für die Menschen in der Jägerkaserne 150 Euro gesammelt und in Süßigkeiten investiert hat, ist nur eines von vielen Beispielen. „Wir haben auch Stollen dazugepackt, das kennen viele Menschen in der Flüchtlingsunterkunft bestimmt noch nicht“, sagt Filialleiterin Svetlana Brandtner. Die Initiative zu der Spende der Supermarktmitarbeiter kam von Iris Windhorn, der Vorsitzenden des Ortsvereins Sachsenhagen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die neben ihrem Beruf ehrenamtlich in der Jägerkaserne im Einsatz ist. Sie ist eine der vielen Einsatzkräfte, die zurzeit der Doppelbelastung von Beruf und freiwilligem Engagement ausgesetzt sind.

 Der DRK-Kreisverbandsvorsitzende Bernd Koller betont: „Ohne die ehrenamtlichen Helfer und die Unterstützung der Menschen in Schaumburg wäre es nicht möglich gewesen, so viele Menschen in so kurzer Zeit aufzunehmen.“ Unter den Asylsuchenden sei eine eigene Fluktuation entstanden. Die Flüchtlinge sind laut Koller untereinander so gut vernetzt, dass sie sich mittlerweile auch schon „selbst verteilen“.

 Glücklicherweise seien die Lager der DRK-Shops derzeit gut gefüllt. „Wir könnten 6000 Menschen mit der Grundausstattung versorgen“, sagt Koller. In dem von der Stadt Obernkirchen zur Verfügung gestellten Lagerraum in dem ehemaligen Aldi werden die Spenden sortiert und auf die DRK-Shops verteilt. Vom Landkreis ist dabei keine Hilfe zu erwarten: Das Sammeln und Verteilen von Spenden ist nach Worten des Ersten Kreisrates Klaus Heimann „Sache der Wohlfahrtsverbände“. Sachspenden seien derzeit aber auch nicht mehr nötig, heißt es vonseiten des DRK.

 Auch bei der finanziellen Unterstützung zeigt sich die Hilfsbereitschaft. Rund 15.000 Euro sind auf dem Spendenkonto des DRK eingegangen. Und täglich kommen zur Freude des Kreisverbandsvorsitzenden 1000 Euro hinzu. Höhere Beträge von Firmen oder wie von den DRK-Ortsvereinen Obernkirchen und Nienstädt haben ebenso dazu beigetragen wie Spenden über zehn Euro von Privatleuten. „Alles hilft“, stellt Koller klar. tbh

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