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Weserbergland AG sucht Vorstandschef

Stellenausschreibung Weserbergland AG sucht Vorstandschef

In dieser Woche noch will die Weserbergland AG die Stellenausschreibung für den Posten des Vorstandschefs veröffentlichen.

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Thomas Kexel

Landkreis. Dies hat der Hamelner Landrat Tjark Bartels als Aufsichtsratsvorsitzender auf Nachfrage bestätigt. Interimsvorstandschef Thomas Kexel will sich offenbar nicht um den Posten bewerben. „Geplant ist das nicht“, sagte er. Mehr wolle er nicht dazu sagen, betonte er.

Bartels zufolge wird ein Akademiker für die Führung der Weserbergland AG gesucht. Allerdings habe der Aufsichtsrat bewusst darauf verzichtet, sich auf ein bestimmtes Studienfach festzulegen, betont der Aufsichtsratschef. Viel wichtiger sei, dass die Kandidaten Projekterfahrungen mitbringen. „Da es sich um eine Querschnittsstelle handelt, legen wir den Fokus auf die Berufserfahrung“, ergänzt der Hamelner Landrat deutlich.

Darüber hinaus müssen die Bewerber eine große Portion an Kreativität, Innovationspotenzial und Führungsfähigkeiten mitbringen. Zudem sei es wichtig, dass der neue Vorstandsvorsitzende kommunikativ sei, auch weil auf ihn viel Netzwerkarbeit zukomme. „Der Vorstandsvorsitzenden hat gestaltende Aufgaben“, macht der Landrat deutlich.

Ausgeschrieben wird die Stelle Bartels zufolge deutschlandweit. Deshalb solle die Ausschreibung nicht nur in Tageszeitungen und anderen Medien veröffentlicht werden, sondern auch in Karriereportalen wie Stepstone und Monster.

Wann genau der neue Chef der Weserbergland AG seinen Dienst antreten soll, ist nach Aussage Bartels noch völlig offen. „Wir werden anhand des Bewerberfeldes schauen, ob wir möglicherweise auch ein mehrstufiges Verfahren durchführen.“ Eine weitere Verzögerung könne auch durch eine lange Kündigungsfrist des ausgewählten Kandidaten entstehen. „Meist haben die besten Bewerber auch die längsten Fristen“, so der Aufsichtsratschef.

Notwendig geworden ist die Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden, nachdem sich der Aufsichtsrat im Juli in einer außerordentlichen Sitzung dazu entschieden hatte, sich vom damaligen Chef Hans-Ulrich Born zu trennen. Im Oktober kehrte dieser zu seinem Dienstherren, dem Landkreis Schaumburg zurück, Borns Aufgaben übernahm Kexel.

Begründet wurde die Trennung mit einer notwendigen Neuausrichtung der Kurskorrektur bei der Weserbergland AG. Nach dem Auslaufen der siebenjährigen EU-Förderperiode 2015 hatten sich die Aktionäre, zu denen unter anderem die Landkreise Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden sowie einige Großunternehmen wie die Sparkasse Schaumburg und der Getränkehersteller Riha gehören, für diese Neuausrichtung starkgemacht. Sie wollen offenbar, dass sich die Weserbergland AG künftig stärker auf die Belange der Wirtschaft fokussiert. bes

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