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Wetter lässt Baustellen brach liegen

450 Anträge für Kurzarbeitergeld Wetter lässt Baustellen brach liegen

Viele Baustellen müssen im Winter witterungsbedingt ruhen – für Betriebe eine schwierige Zeit. Bisher liegen der Bundesagentur für Arbeit (BA) aus dem Landkreis Schaumburg bereits 450 Anträge für das Saison-Kurzarbeitergeld – das sogenannte Schlechtwettergeld – vor.

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Wenn im Baugewerbe aufgrund des Wetters nicht mehr gearbeitet werden kann, können Dachdecker genauso wie ihre Kollegen aus anderen Bereichen Saison-Kurzarbeitergeld beantragen.

Quelle: dpa

Landkreis. Im vergangenen Jahr seien es nur rund 300 gewesen. Grund für die große Differenz sei der doch sehr milde Winter im Vorjahr. Eine Absicherung gegen Kündigungen im Winter ist das von der BA ausgezahlte Saisonkurzarbeitergeld, das verhindern soll, dass Unternehmen einen Teil ihrer Beschäftigten aufgrund von Auftragsmangel entlassen. Diese erhalten von der Arbeitsagentur ein Ausfallgeld von bis zu 67 Prozent des Nettolohns. 2006 eingeführt, wurde es jetzt vereinfacht – nur wissen viele Betriebe davon nichts. Dies zeigten die Zahlen, erklärt Holger Habenicht, Sprecher der Agentur für Arbeit Hannover.

Bislang mussten die Unternehmen bei wirtschaftlich bedingten Arbeitsausfällen wie Auftragsmangel eine Anzeige über den Beginn des Ausfalles bei der Agentur stellen. Mit der gesetzlichen Neuregelung entfällt diese Anzeigepflicht. Für den Erhalt des sogenannten Schlechtwettergeldes müssen künftig im Nachhinein nur noch die entsprechenden Abrechnungsunterlagen eingereicht werden. Also sind die bereits jetzt eingetroffenen 450 Anträge gar nicht nötig gewesen.

Das Saison-Kurzarbeitergeld kann von Dezember bis März für Betriebe des Baugewerbes, des Dachdeckerhandwerks und des Garten- und Landschaftsbaus in Anspruch genommen werden. In Betrieben des Gerüstbaus beginnt die Schlechtwetterzeit am 1. November und endet am 31. März. Im Landkreis Schaumburg können es 158 Baubetriebe in Anspruch nehmen und ihren Mitarbeitern so den Gang zum Arbeitsamt ersparen.

„Für Unternehmen, die berechtigt sind Saison-Kurzarbeitergeld zu beziehen, wurde eine spürbare Erleichterung geschaffen“, sagt Raimund Becker, BA-Vorstand Regionen. Auch Hinrich Witte, Bezirksvorsitzender der IGBAU Niedersachsen-Mitte, spricht von „einer bürokratischen Hürde weniger“. Dies habe den großen Vorteil, dass Arbeitnehmer nicht mehr Gefahr liefen, entlassen zu müssen und auf der anderen Seite Arbeitgeber im Frühjahr nicht auf Personalsuche gehen müssten. Im letzten – vergleichsweise milden – Winter meldeten sich nach Angaben der Arbeitsagentur im Kreis Schaumburg noch 142 Beschäftigte der Baubranche arbeitslos.

Die IG BAU hofft auf einen Rückgang. Gerade heutzutage sei es angesichts des Fachkräftemangels ein großes Thema. „Wir haben gemeinsam mit den Arbeitgebern dafür gekämpft, dass es besser wird“, so Witte.Ausführliche Informationen zum Saison-Kug und alle erforderlichen Vordrucke sind unter www.arbeitsagentur.de abrufbar. col

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