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Widerstand gegen Bahn-Pläne

Landkreis / Fraktionen und Abgeordnete üben Kritik Widerstand gegen Bahn-Pläne

Die Pläne der Deutschen Bahn und der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), ab dem 15. Dezember morgens und nachmittags mehrere Regionalexpressverbindungen in Kirchhorsten und Lindhorst zu streichen (wir berichteten), sorgen weiter für Widerstand. Inzwischen haben sich auch die Kreistagsfraktionen und die Schaumburger Abgeordneten in Hannover und Berlin eingeschaltet.

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Von Axel Wagner. Landkreis. Landtagsabgeordneter Karsten Becker (SPD) teilte auf Anfrage mit, er habe bereits gegenüber der LNVG deutlich gemacht, dass mit den Fahrplanänderungen gravierende Nachteile für Schaumburger Bahnreisende verbunden seien. „Von den angestrebten Verbesserungen profitieren die Schaumburger Fahrgäste hingegen nicht.“ Die angekündigten Streichungen bezeichnete Becker als „unangemessen und geeignet, die Akzeptanz des ÖPNV-Angebots auf der Schiene zu beeinträchtigen“. „Vor dem Hintergrund der – insbesondere am Bahnhof Lindhorst – vorgenommenen Investitionen in die Park&Ride-Anlage erscheinen sie auch unter wirtschaftlichen Aspekten fragwürdig.“ Außerdem bestehe aufgrund der häufigen Verspätungen auf der Strecke die andauernde Gefahr, die Anschlusszüge in Minden und Hannover zu verpassen.

Ins gleiche Horn stoßen auch die Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy (SPD) und Maik Beermann (CDU). „Die Halte in Kirchhorsten sind gerade für Berufspendler sehr wichtig, denn eine leistungsfähige Schienenanbindung ermöglicht Berufspendlern das Leben im ländlichen Raum und die Arbeit in den Ballungsräumen“, sagte Beermann. Er habe sich bereits mit der LNVG, den Konzernbevollmächtigten der Bahn und sogar Bahn-Chef Rüdiger Grube in Verbindung gesetzt. „Mobilität ist ein Grundrecht“, so Beermann.

Sebastian Edathy kritisiert die Entscheidung der Bahn in einem Schreiben an den Konzern ebenfalls. „Ich halte die Entscheidung für nicht nachvollziehbar und werde mich im Rahmen meiner Möglichkeiten für eine Korrektur einsetzen“, kündigte er an. „Der Verzicht auf die Bedienung der Bahnhöfe Kirchhorsten und Lindhorst durch Regionalexpress-Züge wäre eine nicht zu rechtfertigende Benachteiligung von über 1000 Pendlern.“

Ähnlich wird die Situation im Kreistag beurteilt. Klaus-Diester Drewes, Chef der Kreis-CDU und stellvertretender Fraktionsvorsitzender, zeigte sich enttäuscht. „Uns brechen da 50 Prozent der Fahrmöglichkeiten weg“, so Drewes. „Wir möchten, dass es so fortgesetzt wird wie bisher.“ Christoph Ochs, der für die Grünen im Kreistag sitzt, ergänzt: „Es ist absolut der falsche Weg. Gerade im Hinblick auf die demografische Entwicklung und zur Erreichung der Klimaschutzziele sollte der öffentliche Personennahverkehr ausgebaut werden.“ Hierbei müssten weitere Anstrengungen unternommen werden. Vonseiten der LNVG lag am Donnerstag noch keine Reaktion auf die Kritik aus der Politik vor.

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