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Wie aus Graf Adolf IV. „Bruder Adolf“ wurde

Erinnerung an Stadtgründer Wie aus Graf Adolf IV. „Bruder Adolf“ wurde

Wie Bückeburg hat auch Kiel eine Adolfstraße. Wie im Landkreis Schaumburg kommt es auch in der Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein gelegentlich zu kleinen Missverständnissen, insbesondere bei Touristen. Da kann die Ausstellung Klarheit schaffen, mit der man in der Fördestadt bis zum 30. August an den Stadtgründer Adolf IV. von Schauenburg und Holstein erinnert.

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Kunstwerk zur Erinnerung an den Schaumburger Grafen.

Quelle: pr

KIEL/BÜCKEBURG.. Das Jahr 1242 gilt als das Gründungsjahr, auch wenn zuvor schon gesiedelt, gefischt und Handel getrieben wurde. Entscheidend waren die Lübischen Stadtrechte. Noch heute zeugt das Kieler Stadtwappen durch das stilisierte Nesselblatt von der Verbindung mit der Grafschaft an der Weser, nicht anders als im Falle des Bundeslandes Schleswig-Holstein.

Mit einem großen Festakt wurde vor wenigen Tagen in der Kieler Nikolaikirche an die Gründung und die wechselvolle Geschichte der einst aus der Hanse ausgeschlossenen Ostseestadt erinnert. Der Matrosenaufstand von 1918 gehört ebenso dazu wie die massive Bombardierung der kriegswichtigen Werften- und Marinestadt durch die Briten im Zweiten Weltkrieg.

Um Krieg geht es auch in der Ausstellung zu Ehren des Gründers im ehemaligen Kloster, unweit von St. Nikolai. Der Besucher sieht den Grafen in Gestalt eines Ritters, der eine Mönchskutte über die Rüstung zieht, eine Symbolik von größter Tragweite und weit gefächerter Übertragbarkeit. Künstler Karl-Henning Seemann bezieht sich damit auf die Legende, wonach Adolf 1227 in einer von ihm angeführten Schlacht gegen die Besatzer aus Dänemark das Gelübde geleistet haben soll, im Falle eines Sieges dem Weltlichen abzuschwören und „Klosterbruder Adolf“ zu werden. Gesagt, gesiegt, getan – so ist der ehemalige Schaumburger Graf Adolf IV. für die Kieler noch immer ein Ehrenmann, auch ohne Rang, Lorbeer und Titel. vhs

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