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Wildbestand am Bückeberg reguliert

Jagd-Bilanz Wildbestand am Bückeberg reguliert

Mit einem überwiegend positiven Fazit blicken die Verantwortlichen auf die revierübergreifende Jagd am Bückeberg. Der Wildbestand, der zuletzt stark gestiegen war, sei reguliert worden.

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Quelle: Symbolfoto dpa

WENDTHAGEN. Doch ein Wermutstropfen bleibt: Das Muffelwild, eine der im Fokus stehenden Tierarten, scheint aus der Vergangenheit gelernt zu haben. Geschickt entzog es sich immer wieder den Jägern, begab sich in Wendthagen in Gebiete, in denen ein Abschuss nicht so einfach möglich ist.

 Hermann Platte meint: „Sobald es knallt, sind sie weg.“ Laut Vorsitzendem der Jägerschaft Schaumburg entwichen die Tiere etwa auf die nahegelegenen Felder. Dort seien sie kaum zu verfolgen, da sie beim Erblicken der Jäger sogleich die Flucht antreten würden. Das Ergebnis von 25 Stück Muffelwild, welches geschossen wurde, stellt Platte daher nicht zufrieden: „Die Bilanz hätte besser ausfallen können. Wir werden da noch mal nachjagen müssen.“ Doch davon abgesehen, zeigt sich Platte sehr zufrieden, verweist unter anderem auf die guten „Schwarzwildstrecken“, wie es im Jägerjargon heißt. Bei der Hatz, die am östlichen Teil des Bückebergs stattfand, wurden laut Platte etwa 130 Schwarzkittel und ungefähr 50 Rehe geschossen.

 Das Phänomen, dass Muffelwild eng zusammenrücke, um damit einen Abschuss zu erschweren, oder gar unmöglich zu machen, bestehe laut Platte übrigens bereits seit Längerem: „Das geht seit Jahren so. Sonst sind wir jedoch zuversichtlich, unseren Wildbestand reguliert zu haben.“ Eine Eingrenzung der Zahlen scheint auch erforderlich gewesen zu sein. Denn sowohl Wildschweine als auch Muffelwild hatten sich zuletzt nicht nur stark vermehrt, sondern in den am Wald gelegenen Regionen auch für oft große Schäden gesorgt.

 In die ähnliche Richtung argumentiert Bernhard Michel, Leiter der Muffelwildhegegemeinschaft Bückeberg: „Wir haben uns im Vorfeld der Jagd zwei große Ziele gesetzt. Eines von ihnen, die starke Dezimierung des Schwarzwildbestandes, haben wir erreicht.“ Eine der erfolgreichsten Quoten sei dabei im Revier Brandshof erzielt worden. Dort schossen Jäger allein 72 Wildschweine. Eine andere Zielsetzung sei jedoch nicht realisiert worden: „Die Bilanz an erlegtem Muffelwild ist gering ausgefallen. Das Ziel haben wir verfehlt.“

 Doch gestalte sich das Fazit insgesamt relativ positiv, eine nochmalige revierübergreifende Jagd befindet sich für kommendes Jahr in der Planung.

 Die Jagd fand in insgesamt sechs Bereichen statt. Einen davon stellte das Gebiet Klosterkammer. Andreas Brandt, einer der Revierleiter, hob unter anderem das gute Miteinander hervor: „Der Austausch zwischen einzelnen Abschnitten verlief gut. In den südlichen Teilen hatten wir aufgrund des dortigen Nebels aber ein paar Probleme.“ Mit den Quoten innerhalb seines Reviers zeigt er sich indes zufrieden: „Wir hatten rund 70 Jäger im Einsatz, die ungefähr 70 Tiere erlegt haben, ein gutes Ergebnis.“ Den weitaus größten Anteil bildeten Brandt zufolge die Wildschweine mit 46 erlegten Tieren, gefolgt von den Rehen (19) und den Muffeln (fünf). Zu Zwischenfällen sei es nicht gekommen, sämtliche Jäger sowie Hunde hätten ohne Verletzungen den Heimweg angetreten. ano

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