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„Wir machen uns für die Menschen stark“

Landkreis / WIR „Wir machen uns für die Menschen stark“

„Wir setzen uns für die kleinen Dinge ein, die die Menschen bewegen. Für sie machen wir uns stark.“ Richard Wilmers, Kreisvorsitzender der Wählerinitiative „WIR für Schaumburg“, geht optimistisch in die Kommunalwahl am 11. September. „Wir fühlen uns gut aufgestellt und vorbereitet“, erklärte er anlässlich der Vorstellung des Wahlprogramms.

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Rabia Yasar (von links), Richard Wilmers, Andreas Paul Schöniger und Uwe Toepfer fühlen sich für die anstehende Kommunalwahl gut gerüstet. © par

Landkreis (par). Die erst im Jahr 2004 ins Leben gerufene Wählerinitiative hat bereits bei den vergangenen Kommunalwahlen für den Kreistag sowie vier Stadt- und Samtgemeinderäte kandidiert. Dieses Jahr gibt es bei der Wählerinitiative 22 Kandidaturen für den Kreistag sowie für neun Räte. „Die Stimmung bei uns ist gut, wir verspüren eine sehr positive Resonanz“, erklärte Wilmers. Das Credo von „WIR für Schaumburg“ ist stets das Verlangen, sehr nah an den Wählern zu sein.

„Wir hören den Menschen zu und mischen uns ein“, heißt es in der Wahlbroschüre. „Wenn uns die Leute anrufen und fragen, ob wir ihnen helfen können, dann machen wir das. Das bleibt bei den großen Parteien doch hauptsächlich auf der Strecke“, so der Vorsitzende. In Stadthagen nennt er als Beispiel die Kleingartensiedlung zwischen Jahnstraße und St. Annen, für die er sich einsetzt, nachdem Besitzer an ihn herangetreten waren.

Die Arbeitsplätze und die soziale Sicherheit in der Region genießen für die Initiative einen hohen Stellenwert. „Der Mittelstand und die Kleinbetriebe müssen gestärkt werden. Dies kann mit günstigen Konditionen erreicht werden“, so Wilmers. Ebenfalls am Herzen liegt „WIR“ die Errichtung einer eigenen Küche im Schaumburger Klinikum. Auch auf die aktive Seniorenpolitik, zu der die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum gehört, wird geachtet.

Um die multikulturelle Vielfalt des Landkreises als Chance für Integrationsbemühungen zu nutzen, ist es laut Rabia Yasar, Mitglied im Vorstand von „WIR“, notwendig, gezielt Einzelpersonen anzusprechen und ihnen Möglichkeiten und Chancen aufzuzeigen. „Rund zwölf Prozent der Migrantenkinder verlassen die Schule ohne einen Abschluss – das darf nicht mehr so weitergehen“, sagte sie. „Wir können zwar nur kleine Steine ins Rollen bringen, doch auch damit kann man Großes bewirken.“

Ebenfalls stark macht sich die Initiative für die weitere Errichtung von Ganztagsschulen mit Mittagsverpflegung. „Bildung ist der Mutterboden für alle relevanten gesellschaftlichen Bereiche“, heißt es in der Broschüre zur Wahl.
Auch der Erhalt der Umwelt ist ein übergeordnetes Thema im vorgestellten Wahlkampfprogramm. Der weitere Fortbestand von Kleingartenanlagen, die als Freizeitanlagen mit hoher Lebensqualität angesehen werden, gehört ebenso dazu, wie die Förderung von Maßnahmen zur Umwelterziehung in Kindergärten und Schulen.

„Wir haben nicht den größten Einfluss, aber wir bleiben am Ball und widmen uns zukunftsträchtigen Themen. Wir können immer sagen, wo es hakt“, erklärte Wilmers. Mit der Mitgliederentwicklung ist die Initiative indes sehr zufrieden. Gab es Ende 2010 noch 43 Mitglieder, sind es heute 53, was einen Anstieg von 23 Prozent bedeutet.

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