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Wir sind beim Papst

Landesbischof zu Gast in Rom Wir sind beim Papst

Als Mitglied einer lutherischen Kirchendelegation hält sich der schaumburg-lippische Landesbischof Karl-Hinrich Manzke diese Woche in Rom auf. Er ist im Gästehaus des Vatikans untergebracht, in dem auch Papst Franziskus sein Appartement hat.

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Landesbischof Karl-Hinrich Manzke (links) ist zusammen mit anderen Glaubensvertretern zu Gast bei Papst Franziskus.

Quelle: pr.

Landkreis/Rom. Etwa beim gemeinsamen Frühstück im Speisesaal des Gästehauses sammelt Manzke auch persönliche Eindrücke vom Oberhaupt der katholischen Kirche. Diese Begegnungen sind für den Bückeburger offenkundig sehr bewegend. „Der Papst ist den Menschen sehr zugewandt“, schildert er: „Er begegnet jedermann mit der gleichen Freundlichkeit.“ Diese Art Zugewandtheit unterscheide ihn von seinem Vorgänger Joseph Ratzinger. Manzke weiter: „Ich kann nur bestätigen, dass Papst Franziskus eine unglaubliche Ausstrahlung hat.“

Manzke gehört der Delegation in seiner Funktion als Catholica-Beauftragter der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Deutschland (VELKD) an. In diesem Amt ist er speziell für den Dialog mit der römisch-katholischen Kirche zuständig.

Am Donnerstagmittag war Manzke Teilnehmer einer Privataudienz beim katholischen Oberhirten. Anlass: Dem Papst wurde ein gemeinsam vom Lutherischen Weltbund (LWB) und vom päpstlichen Einheitsrat erarbeitetes Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch-katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017“ präsentiert. Außerdem wurden Ergebnisse des ökumenischen Internet-Projektes „2017 gemeinsam unterwegs“ (www.2017gemeinsam.de) vorgestellt.
Bei alldem geht es um gemeinsame ökumenische Aktionen zum 500-Jahre-Jubiläum der Reformation in 2017. Teilnehmer des Gesprächs waren unter anderem der Generalsekretär des LWB, Pfarrer Martin Junge aus Chile, sowie von katholischer Seite der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, der Schweizer Kardinal Kurt Koch.

„Herrlich informell im Auftreten und im Kontakt“ sei der Papst gewesen, schildert Manzke seine Eindrücke von dieser Privataudienz im kleinen Kreis. Er habe „überhaupt keine Berührungsängste.“ Beeindruckt sei er gewesen, berichtet Manzke, „wie erstaunlich gut er Deutsch spricht“. Franziskus habe mit bemerkenswertem Nachdruck von einer „bewährten und tiefen Freundschaft zwischen Lutheranern und Katholiken“ gesprochen, „die er gerne fördern und weiterentwickeln wolle“.
Weitere Schwerpunkte der Gesprächsreise waren bisher die Begegnung des Leitenden Bischofs der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), und von Manzke mit Kardinal Koch sowie ein Gespräch mit dem Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre, Kardinal Gerhard Ludwig Müller. „Innerhalb der katholischen Kirche ist eine deutliche Aufbruchstimmung erkennbar“, fasste Manzke seine Gesprächseindrücke zusammen.

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