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„Wir wittern unsere Chance“

Landkreis/Reinsen / Straßen „Wir wittern unsere Chance“

Neues Kapitel einer schier endlosen Geschichte: Nach bereits zehn Jahren bisher ergebnislosen Kampfes um den Ausbau der beiden maroden Landestraßen 444 und 447 durch den Stadthäger Ortsteil Reinsen ist an der Bergkette ein neuer, diesmal überparteilicher Versuch gestartet worden.

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Geballte Entschlusskraft demonstrieren die CDU- und SPD-Politiker in Reinsen. © rg

Landkreis/Reinsen (ssr). „Wir wittern unsere Chance.“ In diese Worte kleidete die für den Rat der Stadt Stadthagen kandidierende Reinsenerin Ute Hartmann-Höhnke (SPD) den konkreten Anlass des Neuversuchs. Nach einer entsprechenden Kabinettsentscheidung gilt nämlich als sicher, dass das Land die Mittel für den Ausbau seiner Straßen deutlich aufstockt. Statt 40 bis 70 Millionen Euro jährlich wie seit 2005 üblich sollen es in den Jahren 2012 und 2013 jeweils 103 Millionen Euro werden.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Karsten Heineking berichtete, pro Jahr stünden dem auch für Schaumburg zuständigen Straßenverkehrsamt Hameln damit eine Million Euro mehr zur Verfügung als bisher geplant. Über die Priorität, wann und in welcher Reihenfolge die Projekte abgewickelt würden, „entscheiden weitestgehend dessen Fachleute – wir Landtags-Politiker reden denen besser nicht viel rein.“

Der Schaumburger SPD-Chef Karsten Becker und der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Gunter Feuerbach, bekundeten unisoso, zusammen mit Landrat Jörg Farr (parteilos) in Hameln vorstellig werden zu wollen. Der Landkreis kann der Straßenbaubehörde laut Gesetz Vorschläge für kreisweite Prioritäten machen. „Wenn das plausibel ist, wird es auch gehört“, sagte Heineking, der Verkehrsexperte seiner Fraktion im Landtag ist.

Die Kreispolitiker wollen erneut auf den „unhaltbaren“ Zustand der Straßen hinweisen, der speziell für Fußgänger und Radler, besonders für Kinder und Senioren, große Gefahren berge. „Abenteuerlich“ seien die Verhältnisse, schimpfte Becker. „Wut und Empörung“ seien auf der jüngsten Bürgerversammlung prägend gewesen, berichtete Hartmann-Höhnke. Der Nienburger Heineking erzählte, als Schornsteinfeger sei er früher oft durch Reinsen gefahren: „Ich weiß also, die Forderungen der Reinsener sind mehr als berechtigt.“

Zudem wollen die Schaumburger Politiker aktuelle Argumente hinzufügen. Feuerbach wies auf den bald anstehenden Ausbau der B 65 hin. Während der Bauphase würden etliche Autofahrer den Weg über Reinsen nutzen. Bis dahin müsse die L444 möglichst fertig sein. Der Reinser Ortsvorsteher Erich Lockemann (SPD) betonte, der Landkreis wolle bald die K 30 Richtung Heuerßen ausbauen. Es wäre sinnvoll, sich dann auch die Landesstraßen vorzunehmen.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Heiner Bartling schlug Heineking vor, mit diesen Argumenten gemeinsam auch im Wirtschaftsministerium aufzuschlagen.
Die Reinser CDU-Ratsfrau Ingrid Bodenstein kündigte schon mal an, was sie zu tun gedenkt, wenn nach zehnjährigem Kanpf auch dieser Vorstoß „wieder nichts bringt: Dann rufe ich die Bürger in Reinsen auf, sich zusammen zu rotten und richtig zu demonstrieren.“

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