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Wirrwarr um Subvention für Pendler

Förderung eingeplant Wirrwarr um Subvention für Pendler

Die Schaumburger Grünen wollen mehr Pendler von der Straße auf die Schiene bringen, um durch geringere Emissionen einen Beitrag zum Klimaschutz in der Region zu leisten. Bereits existierende Angebote sollen deswegen erweitert werden.

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Die süddeutschen Verhältnisse im ÖPNV dienen den Grünen bei ihren Ideen als Vorbild.

Quelle: Symbolfoto

Landkreis. Eine Anfrage der Kreistagsfraktion ergab, dass sich 12500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2014 täglich auf den Weg in die Region Hannover machten, davon 7200 direkt in die Landeshauptstadt. Nur etwas über 1000 besaßen eine Zeitfahrkarte des Großraum-Verkehrs Hannover (GVH).

Nach dem aktuellen System müssen Pendler aus den Samtgemeinden Sachsenhagen, Nenndorf und Rodenberg, die mit Bus und Bahn in den Großraum Hannover reisen, nur den GVH-Tarif zahlen.

Ermäßigte Monatskarte

Für Bahnfahrer westlich des Tarifgebiets gilt der GVH-Regionaltarif. Sie können beim Landkreis eine zu 70 Prozent ermäßigte Monatskarte für die Busfahrt zum nächsten Anschlussbahnhof beantragen. Die entgangenen Einnahmen, sogenannte Durchtarifierungsverluste, gleicht der Landkreis bei den Verkehrsunternehmen aus.

Für die Samtgemeinde Sachsenhagen belief sich die Summe im vergangenen Jahr auf 76000 Euro, für Nenndorf und Rodenberg auf 47900 Euro. Außerhalb des GVH-Tarifgebietes waren es rund 10400 Euro.

Nur sechs Prozent der Pendler aus Sachsenhagen und 16 Prozent aus Nenndorf und Rodenberg nutzten die Expressbusse zu den entsprechenden Bahnhöfen in Wunstorf und Haste. Stiegen alle Pendler ein, würde die Ausgleichssumme für den Landkreis bei über 616000 Euro liegen.

Auch Einzelfahrten sollen angeboten werden

Nach Vorstellung der Grünen solle das Angebot auf die Bereiche erweitert werden, die bisher nur in den Genuss des Regionaltarifs für Zeitkarten kommen. Auch Einzelfahrkarten sollten im normalen GVH-Tarif angeboten werden und Pendler ohne Antrag die volle Subventionierung für die Zubringerbusse erhalten.

„Die süddeutschen Verhältnisse im ÖPNV dienen uns als Vorbild. Dort sind auch ältere Menschen noch zu sehr günstigen Konditionen mobil“, lobt die Grünen-Kreistagsabgeordnete Cornelia Laasch. Die Verhandlungen zwischen dem Landkreis und dem GVH über eine Tariferweiterung laufen seit drei Jahren, bisher jedoch ohne Ergebnis.

338000 Euro pro Jahr habe der Landkreis schon für die Förderung eingeplant. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, meint Knut Utech, der ÖPNV-Beauftragte der Kreisverwaltung. Aber die Region Hannover sei ihrerseits in komplizierte Verhandlungen mit den privaten Verkehrsbetreibern verwickelt, die alle „ihr Stück vom Kuchen haben wollen“, so Utech.

Fachkanzlei begleitet Abstimmung

Klaus Abelmann, für die Region Hannover mit den Verhandlungen betraut, führt noch tiefer in das Wirrwarr aus Vertragspartnern ein: „Die notwendigen Vertragsanpassungen sowie eine Finanzierungsvereinbarung zwischen den Landkreisen, der Region Hannover und der Landesnahverkehrsgesellschaft sind aktuell noch begleitet von einer Fachkanzlei in der Abstimmung“, erklärt Abelmann.

Für die beteiligten Landkreise sei die Förderung durch das Land enorm wichtig, die aber auch noch nicht abschließend geklärt ist. Im Rahmen der geplanten Erweiterung des Hamburger Verkehrsverbundes stelle das Wirtschaftsministerium die dauerhafte Übernahme von 50 Prozent der Kosten in Aussicht.

Rings um Hannover war die Landesregierung bislang aber lediglich bereit, die Landkreise mit einer befristeten Anschubfinanzierung zu unterstützen. geb

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