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„Wirtschaftlicher Wahnsinn“

Landkreis / Fernbusse „Wirtschaftlicher Wahnsinn“

Von Hannover nach Hamburg für acht Euro, kostenfreies W-LAN und Barrierefreiheit inklusive – diesen Reisekomfort zum Sparpreis bieten seit geraumer Zeit Fernbuslinien an. In ländlicheren Gebieten wie Schaumburg ist dieser Service jedoch noch nicht angekommen. Woran das liegt, haben unterschiedliche Anbieter von Busreisen im Gespräch verraten.

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Viele Menschen nutzen die günstige Alternative zur Bahn und ersparen sich mit Fernbusreisen das lästige Umsteigen.

Quelle: pr.

Landkreis. „Das ist wirtschaftlicher Wahnsinn“, sagt Johannes Wilkening-Ruhe von „Ruhe Reisen“ aus Stadthagen mit Blick auf die günstigen Ticketpreise der Fernbusse. Aus seiner Sicht verfügt ein mittelständischer Betrieb wie seiner nicht über die finanziellen Möglichkeiten, in das Geschäft der Fernreisen einzusteigen und mit großen Anbietern zu konkurrieren, da am Anfang immer mit Verlusten gerechnet werden müsse. Um die hochmoderne Ausstattung der Fernbusse zu finanzieren und gleichzeitig günstige Fahrten von A nach B zu ermöglichen, muss ein Unternehmen seiner Meinung nach über „das nötige Kleingeld“ verfügen. „Das finanzielle Risiko ist uns einfach zu groß, zumal aktuell auch keine Nachfrage nach Fernreisen bei unserem Unternehmen besteht“, fügt Wilkening-Ruhe hinzu.

Wer die günstigere Alternative zur Bahn auch als Schaumburger nutzen will, muss jedoch nicht lange suchen oder horrend weit fahren: Ab Barsinghausen und Hannover bieten Fernbusunternehmen wie „MeinFernbus“, „FlixBus“ oder auch „City2City“ Verbindungen zu Großstädten wie Frankfurt und Hamburg an.

Für eine Fahrt mit dem Fernbus statt der Bahn spricht aus Sicht von Philipp Kielbassa von „MeinFernbus“ außer dem Preisvorteil auch, dass einem das lästige Umsteigen erspart bleibt, da die Busse bis zum Zielort durchfahren. Gerade für ältere Menschen sei das eine komfortable Reisemöglichkeit. Aber auch bei der jungen Generation und Geschäftsreisenden sei die Fahrt mit dem Fernbus sehr beliebt. Zurzeit liegen die Haltestellen von „MeinFernbus“ eher in Berlin und München, doch das Netz werde stetig erweitert. Seit der Aufhebung des Bahnmonopols für Fernreisen im Januar dieses Jahres sei die Expansion des Unternehmens „täglich spürbar“, so Kielbassa. In Zukunft sollen auch ländlich gelegene, touristisch attraktive Orte eingebunden werden.

„Wir fahren im Moment zunächst die großen Städte an und erweitern sukzessive unser Netz“, sagt auch Marion ten Haaf, Pressesprecherin von „City2City“. Ist die Anbindung an die Großstädte abgeschlossen, soll das Netz auf die mittelgroßen Städte erweitert werden. Kleine Städte wie Stadthagen anzuschließen, wird demnach „noch ein wenig dauern“.

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