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Zahl der Wildunfälle halbiert

Landkreis / Reflektoren Zahl der Wildunfälle halbiert

Die blauen Reflektoren an den Leitpfosten der Straßenränder zeigen Wirkung: Die Zahl der Wildunfälle habe sich dadurch in den vergangenen sechs bis sieben Jahren etwa halbiert. Das teilt Hermann Platte, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Schaumburg mit.

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Blaue Reflektoren sollen das Scheinwerferlicht umlenken und so das Wild daran hindern, die Straße zu queren.

Quelle: dpa

Von Kirsten Elschner

Landkreis. Mehrere hundert Kilometer und Tausende Begrenzungspfosten hat die Kreisjägerschaft in den vergangenen Jahren bereits markiert.

Die Reflektoren lenken das Licht der Autoscheinwerfer um 90 Grad um, sodass neben der Straße eine Art Lichtschranke entsteht, die das Wild davon abhalten soll, die Straße zu überqueren.

In Absprache mit der Polizei bringt die Kreisjägerschaft von Jahr zu Jahr mehr blaue Klebefolien an Unfallschwerpunkten an Land- und Kreisstraßen an. Zusätzlich sollen neuerdings auch rote Warndreiecke für die Autofahrer aufgestellt werden, berichtet Platte.

Einige Schwerpunkte im Landkreis Schaumburg sind dem Vorsitzenden zufolge unter anderem an der B 65 bei Heuerßen, im Raum Bad Nenndorf und im Auetal zwischen Rehren und Bernsen. Allein 2012 hat die Jägerschaft rund 50 Kilometer mit Reflektoren ausgestattet. Bei zwei Euro pro Pfahl macht das auf einer solchen Strecke etwa 4000 Euro. Die Kosten trage die Jägerschaft selbst.

„Die Reflektoren zeigen Wirkung“, ist Platte überzeugt. Allerdings können sie nicht hundertprozentig verhindern, dass Rehe und Wildschweine die Fahrbahn kreuzen. Dort, wo der Wald besonders dicht ist, sei die Lichtschranke oft weniger wirksam als auf freien Flächen.

Insgesamt hat die Polizei für den Zeitraum 2007 bis 2012 2480 Wildunfälle zu melden. Die Dunkelziffer, so Platte, sei aber weitaus höher, da nicht alle Fälle der Polizei gemeldet werden. Alarmiert jemand zum Beispiel direkt den Revierförster, taucht dieser Unfall nicht in der Statistik auf.

Bundesweit ist die Zahl der Wildunfälle deutlich gestiegen, wie aus einer vorläufigen Statistik des Deutschen Jagdverbandes (DJV) hervor geht. In der vergangenen Jagdsaison wurden fast 210.000 Wildunfälle gezählt. 20 Menschen starben dabei, rund 3000 wurden verletzt. 22.000 Unfälle gab es allein mit Wildschweinen – gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 29 Prozent. Platte zufolge sind Wildschweine in Schaumburg nur selten Opfer des Straßenverkehrs.

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