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Zahlen für Pornoseite – besser nicht

Landkreis Zahlen für Pornoseite – besser nicht

Die Abmahnwellen schwappen meist vor Weihnachten durch das Land. Und meist werden die Empfänger von Abmahn-E-Mail bezichtigt, sich auf einer Internetseite mit viel nackter Haut bedient zu haben. Auch in Schaumburg haben jetzt einige Bürger solche digitale Post erhalten.

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Quelle: dpa/Symbolbild

Landkreis. Eine Leserin hat uns die E-Mail einer Firma namens Easy Pay Sol UG weitergereicht. Der Vorwurf an die Frau: Sie habe eine Urheberrechtsverletzung begangen, weil sie von Pornoseiten Filmmaterial heruntergeladen habe. Es ist ein geringer Betrag, den Easy Pay Soll UG fordert: 35,31 Euro. Auch das ist wohl Kalkül, denn da ist mancher gewillt, zu zahlen und die Sache zu vergessen. Wer genauer liest, stellt schnell fest, wie dubios die Forderung ist. Das in der E-Mail zitierte Urteil des Landesgerichts München gibt es nicht, weder ist die IP-Adresse der Beschuldigten genannt, noch der Zeitraum, in dem sie sich angeblich auf den diversen Pornoseiten bedient haben soll.

 „Es ist ein Geschäft mit der Angst“, sagt der Rintelner Rechtsanwalt Stefan Frühmark. „Es ist peinlich, wenn der Partner erfährt, dass man auf Pornoseiten surft“. Doch wer jetzt eine solche E-Mail bekommen hat, kann entspannt bleiben, sie löschen und vergessen. Denn Abmahnungen, die durchaus berechtigt sein können, beispielsweise bei der Nutzung von Tauschbörsen, kommen nicht digital ins E-Mail-Fach, sondern ganz handfest auf Papier mit der Post. In einem solchen Fall, rät Frühmark, sollte man schnellstens einen Rechtsanwalt konsultieren. In ganz vertrackten Fällen, schildert Frühmark „geben wir eine solche Sache auch schon mal an Kollegen weiter, die sich auf Internetrecht spezialisiert haben“.

 Karl-Heinz Uphoff, Leiter des Fachkommissariats für Betrugsdelikte bei der Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg, warnt, Abmahnungen seien nach wie vor ein beliebtes kriminelles Geschäftsmodell, das sich nicht nur auf Pornoseiten und Privatleute beschränkt. Auch Firmen erhielten Abmahn-E-Mail mit meist geringen Beträgen, weil die Täter davon ausgehen, dass solche Summen im allgemeinen Geschäftsbetrieb untergehen und gezahlt werden.

 Uphoff kann nur raten: „E-Mails von unbekannten Absendern, gerade wenn es sich dabei um Firmen handelt, nicht öffnen.“ Insbesondere gelte das auch für unaufgefordert zugesandte Mail-Anhänge mit den Dateiendungen .zip und .ex wm

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