Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Zielorientierte Schnorchlerin

Awo-Geschäftsführerin Heidemarie Hanauske blickt optimistisch nach vorne Zielorientierte Schnorchlerin

Die Schaumburger Nachrichten blicken in diesem Jahr auf eine 40-jährige Geschichte zurück. In unserer Serie „40 Jahre - 40 Köpfe“ lassen wir diesmal Awo-Geschäftsfüherin Heidemarie Hanauske zu Wort kommen.

Voriger Artikel
Heißer Tanz um Platz eins
Nächster Artikel
Der letzte Schuss

Teamarbeit: Auf Heidrun Meisel (rechts), Hauptamtliche Awo-Mitarbeiterin der ersten Stunde, kann Geschäftsführerin Heidemarie Hanauske auch heute noch zählen.

Quelle: tbh

Landkreis. Schwangerschaft und Schwangerschaftskonflikte, häusliche Gewalt oder Flüchtlingsbegleitung – die Arbeiterwohlfahrt (Awo) setzt sich ein. Mit dem Kreisverband Schaumburg ist ein Name fest verbunden: Heidemarie Hanauske.
Seit 1998 führt die 52-Jährige Regie bei der Awo Schaumburg. Mitglied ist sie schon seit 25 Jahren. Von 1988 bis 1991 war sie als Kraft aus einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme als Schwangerschafts-, Sozial- und Seniorenberaterin für die Awo tätig. Bis sie als Geschäftsführerin wieder zum Kreisverband kam, arbeitete die diplomierte Sozialpädagogin sieben Jahre in einer Bildungseinrichtung.
Heute ist Hanauske Chefin einer Institution mit 50 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von zwei Millionen Euro. Die Aufgaben und Schwerpunkte des Kreisverbandes sind vielfältig: „Die Awo kümmert sich grundsätzlich um jeden, der in Not ist“, erklärt die Geschäftsführerin. Und betont: „Bei uns gibt es jegliche Hilfe grundsätzlich immer kostenlos und unabhängig von Religion, Nationalität und Bildungsniveau.“
Im Laufe der Zeit haben sich die Arbeitsschwerpunkte der Awo gewandelt. „Als ich anfing, musste ich zunächst den Bereich der Flüchtlingsunterbringung abbauen, weil die Zahlen enorm zurückgegangen waren“, erinnert sich Hanauske. Mittlerweile ist Integrationsarbeit und die Begleitung von Flüchtlingen wieder ein großer Bereich. Die Schaumburger Nachrichten seien ein wichtiger Begleiter für ihre Arbeit. Medien seien ein wichtiges Kommunikationsmittel, um die Projekte und Ziele der Awo bekannt zu machen.
Sich alleine auf die Verwaltungstätigkeit zu konzentrieren, das kommt für die Mutter einer 27-jährigen Tochter nicht in Frage: „Das wäre nicht meins. Ich möchte die Situation vor Ort kennen.“ Hanauske zeichnet großer Ehrgeiz aus. Bereits als sie ihr Studium begann, habe sie von allen Seiten zu hören bekommen, dass Sozialpädagogik ein Fach ohne gewinnversprechende Zukunftsaussichten sei.
Sie hat dennoch weitergemacht und es nicht bereut: „An meinem Ziel festzuhalten, hat sich als richtig erwiesen.“ Diese Einstellung ist auch ihr Antrieb für ihr tägliches Engagement. Geht nicht, gibt es für sie scheinbar nicht. „Meine Haltung ist immer optimistisch, ich schaue nach vorne.“ Von Schwierigkeiten und Hürden lässt sich Hanauske nicht unterkriegen. „Wenn es gut läuft, werden aus Krisen Chancen.“ Die 52-Jährige sucht lieber nach Lösungswegen, als zu verzweifeln. „Mein Motor ist, dass ich hier die Chance habe, soziale Projekte umzusetzen.“ Dazu gehört auch viel Überzeugungsarbeit. „Eine große Herausforderung ist es für unsere Arbeit Geld bei öffentlichen Stellen einzuwerben, weil der Großteil der Tätigkeiten zu deren sogenannten freiwilligen Leistungen gehört.“
An ihre Grenzen gestoßen sei sie vor ein paar Jahren. „Ich hatte eine Lungenentzündung und habe dann sogar noch einen Rückfall bekommen.“ Da habe sie sich dann zwingen müssen, einen Gang zurückzuschalten, auch wenn das sonst nicht ihrem Naturell zu entsprechen scheint. Eine große Stütze ist ihr Ehemann. „Ich kann das alles nur machen, weil mein Mann mir den Rücken frei hält.“ Um den „Akku aufzuladen“, taucht die Awo-Chefin ab und an gerne mal ab. Ihren Urlaub verbringt sie am liebsten mit Schnorcheln im Roten Meer.
Ein wichtiger Baustein für die Arbeit der Awo sind die Mitarbeiter. 1979 wurde die erste hauptamtliche Mitarbeiterin eingestellt, Heidrun Meisel. Die 62-Jährige steht auch heute noch an Hanauskes Seite, geht dieses Jahr aber in den Ruhestand. „Das familiäre und persönliche Verhältnis zwischen den Mitarbeitern konnte früher besser gepflegt werden“, so Hanauske. Sie legt auch heute großen Wert darauf, „eine gewisse Herzlichkeit in den Arbeitsalltag“ zu bringen. tbh

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg