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Aus dem Landkreis Zu hohe Geschwindigkeit bleibt das Hauptproblem
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Zu hohe Geschwindigkeit bleibt das Hauptproblem
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06:18 25.03.2012
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Landkreis (kle). Als Hintergrund für den Rückgang sieht Frank Kreykenbohm, Leiter der Polizeiinspektion, den recht milden Winter vergangenes Jahr.

Gleichzeitig stieg die Menge der Unfälle, bei denen es Verletzte gab, wieder leicht an – auch wenn die Gesamtzahl der Verletzten immer noch klar unter den Jahren von 2002 bis 2009 liegt. Die Zahl der Unfälle mit Schwerverletzten kletterte von 79 (2010) auf 110 (2011) allerdings recht deutlich nach oben. Das Problem, so Kreykenbohm: Bei Eis und Schnee gebe es zwar mehr Unfälle, da die Fahrer entsprechend langsam und vorsichtig unterwegs seien, seien die Folgen oft nicht so schlimm. Die wirklich schweren Unfälle ereigneten sich dann, wenn Menschen die Verkehrssituation falsch ein- oder unterschätzten und mit unangemessener Geschwindigkeit unterwegs seien – was sich nicht nur auf das bloße Einhalten einer Geschwindigkeitsbegrenzung beziehe. Nach wie vor sei überhöhte Geschwindigkeit die Hauptursache bei Unfällen mit Verletzungen. Ähnlich problematisch sieht es bei Unfällen aus, bei denen Alkohol im Spiel ist.

„Bei der Gesamtzahl der Unfälle spielt Alkohol eher eine geringe Rolle“, sagt Polizeioberrätin Kathleen Hirt. Jedoch kommen bei fast der Hälfte dieser Unfälle Personen zu Schaden.

Bei all den Unfällen 2011, bei denen sich die Ursache eindeutig feststellen ließ, machte das Gros die Kategorie „Anfahren, Wenden und Rückwärtsfahren“ aus (643 Fälle). Doch nur bei 14 dieser Fälle wurde eine Person leicht, bei nur einem einzigen schwer verletzt. Nicht angepasste Geschwindigkeit bildete die eindeutige Ursache bei 367 Verkehrsunfällen. Dabei wurden jedoch 34 Personen leicht, 75 sogar schwer verletzt. Bei den 75 Unfällen, bei denen Alkohol im Spiel war, wurden je 24 Menschen leicht, neun schwer verletzt.

Beim Thema Prävention sieht die Polizei weiterhin Kontrollen an bekannten Gefahrenstellen vor, sowie sogenannte Unfallhäufungsstellen genauer unter die Lupe zu nehmen und zu überlegen, wie sich diese Stellen „entschärfen“ lassen. Neu hinzugekommen sind unter anderem in Sachsenhagen die Kreuzung der Dühlfelder und Auhäger Straße sowie bei Messenkamp die K61. Als Ergänzung für die bestehende Präventionsarbeit mit Jugendlichen und jungen Autofahrern zieht die Polizei auch „einprägsame“ Kinowerbespots in Betracht, die „betroffen machen sollen“, so Kreykenbohm. Auch eine engere Zusammenarbeit mit Fahrschulen wäre durchaus sinnvoll. Beispielsweise könnten die Fahrlehrer bekannte Gefahrenstellen im Kreis mit ihren Schülern durchsprechen und „proben“.

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