Landkreis. Dabei sei es weniger um die Entwicklung einer konkreten Lösungsstrategie gegangen als vielmehr um einen regen Informationsaustausch zwischen Politikern und dem KSB, so Fischer.
„Grundsätzlich waren wir alle der Meinung, dass Ganztagsschulen wichtig sind“, berichtet Fischer. „Die Vereine müssen nun lernen, mit diesem Problem umzugehen.“ Denn wenn Kinder und Jugendliche auch nachmittags in der Schule seien, bleibe abends oft nicht mehr die Zeit oder die Motivation, noch in einen Verein zu gehen. „Wer weiterhin Mitglieder gewinnen will, muss sehen, dass er bei Schulen einen Fuß in die Tür kriegt.“
Seit einiger Zeit beteiligen sich deshalb einige größere Vereine, ebenso wie der Sportbund selbst, an Kooperationsprojekten zwischen Schulen und Vereinen. Dazu gehören unter anderem Bewegungsprojekte an Schulen, die von Vereinen organisiert und geleitet werden. „Für Berufstätige in Vereinen ist das natürlich nicht einfach, so etwas in den Nachmittagsstunden zu übernehmen.“ Eine gute Chance sieht Fischer dabei in Teilnehmern am Freiwilligen Sozialen Jahr und am Bundesfreiwilligendienst, die für derartige Projekte ideal seien. Ein Problem dabei: die Finanzierung. „Hier müssten sich Vereine untereinander zusammentun.“ Entsprechende Wege zu beschreiten sei wohl der einzige Weg für Vereine, um zukunftsfähig zu bleiben.
Weitere „Problemstellen“, die während des Besuchs angesprochen wurden und laut Fischer allen Gesprächspartnern am Herzen lagen, drehten sich, direkt und indirekt, erneut um die Schule. Zum einen sähen sich Vereine dem Problem gegenüber, dass von ihnen genutzte Sportstätten immer häufiger durch Schulen belegt sind – eben wegen der Ganztagsmodelle. Beklagt wurde zudem „der häufige Ausfall von Sportstunden“ an Schulen, so Fischer. „Da ist natürlich das Land in der Verantwortung.“
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